NGT12

Nr. Baujahr Bemerkungen HU Werbung ab Monat/Jahr Name Foto
1201 2005 Zählfahrzeug 15.08.13   SAXONIA
1202 2005   21.10.13 Verbundnetz Gas AG GR  08/14 BIRMINGHAM
1203 2005   26.11.13 DHL GR 
03/17
DRESDEN
1204 2005   23.12.13 DHL GR 
03/17
KÖLN  
1205 2005   17.11.14   HANNOVER
1206 2005   12.03.14   GELSENKIRCHEN
1207 2005   11.04.14   STUTTGART  
1208 2006   13.05.14   NÜRNBERG  
1209 2006   28.05.14   FRANKFURT a.M.  
1210 2006   27.06.14 Anwaltsverein WGT2 09/17 DORTMUND  
1211 2006   28.07.14   MÜNCHEN
1212 2006   22.08.14   BERN  
1213 2006   24.09.14   ROSTOCK  
1214 2006   23.10.14   LYON
1215 2006   10.12.14   ADDIS ABEBA
1216 2006   30.12.14   KIEW
1217 2006   06.03.15 Lexus Forum Dresden
09/17
TRAVNIK
1218 2007   15.04.15   KRAKOW
1219 2007   18.05.15   NANJING
1220 2007   16.06.15   THESSALONIKI
1221 2007   13.07.15   BRNO
1222 2007   14.10.15 BMW Werk Leipzig GR 
12/16
BOLOGNA
1223 2007   05.11.15   HOUSTON
1224 2007 Zählfahrzeug 05.08.15   BERLIN
1225 2011 Zählfahrzeug 04.11.11 Anwaltsverein WGT2 HERZLIYA
1226 2011 Zählfahrzeug 24.11.11   BREMEN
1227 2011   16.12.11   DÜSSELDORF
1228 2011   17.01.12   ESSEN
1229 2011   10.02.12   DUISBURG
1230 2012   05.03.12   BOCHUM
1231 2012   02.04.12   BIELEFELD
1232 2012 Zählfahrzeug 25.04.12   BONN
1233 2012 Zählfahrzeug 29.05.12   AUGSBURG

 

Allgemeines zum Fahrzeug

 

Bereits in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wurde erwogen, bei der künftigen Erneuerung des Wagenparks auf größere Niederflurfahrzeuge zu setzen, da sich die NGT8 als zu klein erwiesen hatten. Die beinahe 45 Meter langen Tatragroßzüge waren nach wie vor unentbehrlich, und angesichts des seit 1999 beobachtbaren stetigen Fahrgastwachstums waren sie auch weiter notwendig. Somit mussten als Ersatz für Tatragroßzüge lange Niederflurgelenktriebwagen mit einer Länge von 45 Meter angeschafft werden. Im Jahr 2003 wurde nach einer Ausschreibung der Zuschlag an Bombardier Transportation vergeben, welches für die LVB zunächst zwölf Fahrzeuge im Herstellerwerk Bautzen produzieren sollte. Weitere zwölf Fahrzeuge waren in einer Option enthalten. Dem vorausgegangen war bereits ein Testeinsatz eines bauartähnlichen Fahrzeugs der Dresdner Verkehrsbetriebe im Mai 2003 (Tw 2802 des Typs NGTD12DD), außerdem verkehrte im Dezember 2002 ein Erfurter Combino auf Leipzigs Gleisen.

Der NGT12 ist ein Zwölfachser, wobei die Drehgestelle in den Wagenteilen 1 und 5 angetrieben sind. Dagegen sind die beiden Drehgestelle im Wagenteil 3, welches zugleich das Mittelteil des Wagens ist, Laufdrehgestelle. Die Wagenteile 2 und 4 sind eingehängte Sänften. Des Weiteren bietet der NGT12 mit 91 Sitzplätzen sowie 160 Stehplätzen mehr Platz als ein Tatra-Großzug, welcher nicht einmal annähernd 90 Sitzplätze bietet.

Im Fahrgastinnenraum fallen positiv die gute Sitzaufteilung, die allgemeine Übersichtlichkeit, die Klimaanlage, die bequemen Sitze sowie das Vorhandensein einer Kameraüberwachung sowie der bekannten Fahrersprechstellen auf. Weiterhin überzeugt der Wagen in den mit Drehgestellen ausgestatteten Wagenteilen 1, 3 und 5 durch einen angenehmen und ruhigen Fahrkomfort. In den Sänften ist es dagegen etwas lauter und nicht so ruhig, aber es lässt sich auch dort aushalten. Ebenfalls positiv erwähnenswert ist die Verwendung einer ausfahrbaren Rampe speziell für Rollstühle an der Tür 2 und auch die ein bisschen neu gestaltete und nun besser herüber kommende Ansage für Umsteigebeziehungen. Die NGT12 sind mit fünf Mehrzweckbereichen die Fahrzeuge mit der größten verfügbaren Kapazität von Rollstühlen und Kinderwagen.

Obwohl die Leipziger Variante in einer gewissen Weise der Dresdner ähnelt, besitzt sie doch auch einige grundlegende Unterschiede. Als erstes auffallend ist die grundsätzlich andere und aus Fahrgastsicht etwas unglücklich geratene Gestaltung von Bug und Heck, welches fast identisch mit dem Design der bereits in den Jahren 2001 und 2002 gebauten Cityrunner für das polnischen "Lodz" (Lodsch) ist - sogar die Wagennummern sind mit Schrift, Farbe und Schriftart identisch!

Weitere Änderungen wurden an der Türaufteilung vorgenommen, wo es im Leipziger Fall an beiden Fahrzeugenden zum Einbau einer per Stufen erreichbaren einflügeligen Tür kam. Um im Straßenbahnnetz freizügig einsetzbar zu sein, wurde die Wagenkastenbreite von 2,30 m im unteren Wagenkastenbereich dezent auf 2,20 m gesenkt. Der sehr gefällig wirkende Fahrgastraum ist als Novum für die Leipziger Straßenbahn, wie bereits angeführt, klimatisiert, was aber auch mit einem relativ hohen Stromverbrauch dieser Wagen einhergeht, so dass man sich bereits entschieden hat, nicht weiter Klimaanlagen in die Fahrgasträume künftiger Straßenbahntypen einzubauen.

 

Wie der NGT12 das Fahren lernte - die interessante Startphase

 

Am 6. Juni 2005 war es endlich so weit: Der Tw 1201 wurde in seinem Herstellerwerk Bautzen auf dem Tieflader verladen. Einige Stunden zuvor reiste eine Delegation aus hohen LVB-Mitarbeitern und dem Fahrgastbeirat nach Bautzen, welche die zu diesem Zeitpunkt längste Straßenbahn der Welt begutachtete. Auf Wunsch der LVB-Marketingabteilung wurde das Design des Tw 1201 durch das Aufbringen von Pfeilen an Bug, Heck und Seitenfenstern ein wenig verändert. Diese nicht so billige Aktion rief unter den Werksmitarbeitern in Bautzen doch einige Bedenken hervor, da diese "Verhüllung" sehr umständlich war und besonders beim Entfernen der Pfeile Schäden an der Lackierung des Fahrzeuges befürchtet wurden. Schließlich hat bis jetzt weltweit noch kein Straßenbahnbetrieb solch eine Aktion mit seinen Neufahrzeugen praktiziert & damit betraten die LVB wieder einmal absolutes Neuland, wobei diese Aktion der Autoindustrie entlehnt sein dürfte. Wahrscheinliches Ziel der ganzen Aktion war, bei den Fahrgästen der LVB eine Spannung und Vorfreude auf das endgültige Design des Tw 1201 auszulösen. Nebenbei wurde bei den Straßenbahnfreunden ein regelrechter Fotografierwahn ausgelöst, da der Tw 1201 nun in einem Design unterwegs war, in welchem man diese Fahrzeuge nie wieder sehen wird. Schlussfolgernd aus diesen Tatsachen war die Resonanz auf die Verhüllung des Tw 1201 sowohl bei der Gruppe der Fahrgäste als auch der Gruppe der Straßenbahnfreunde äußerst überraschend positiv.

Doch zurück zur Anlieferung des Tw 1201: Nachdem er gegen 20:50 Uhr Bautzen verlassen hatte, traf er gut dreieinhalb Stunden später gegen 0:30 Uhr in Leipzig ein. Die Fahrt von der Ausfahrt der A14 bis in die Gefilde von HwH gestaltete sich sehr schwierig, da auch die Besetzung des etwa 55 Meter langen Transportes ganz alleine auf sich selbst gestellt war. Gegen 4:15 Uhr stand Tw 1201 dann auf Leipziger Gleisen in den Hallen von HwH.

Sofort nach der Ankunft begann die Inbetriebnahmephase mit dem Ziel der Bauartzulassung. Bereits am 8. Juni 2005 konnte Tw 1201 als Probefahrt fotografiert werden. Am 10. Juni erfolgte bereits die Eingleisübung mit der Feuerwehr Leipzig.

Es wurde eine Betriebsanweisung herausgegeben, nach welcher der Tw 1201 bis zu seiner Bauartzulassung zum Zwecke von Probefahrten nur die Strecken Teslastraße - Portitzer Alle - Paunsdorf-Nord - Sommerfeld sowie Paunsdorf-Nord - Strbf. Paunsdorf befahren sollte, wobei im Strbf. Paunsdorf nur bestimmte Gleise befahren werden durften. In der Nacht vom 17. zum 18. Juni 2005 erreichte Tw 1201 mit einer Sondergenehmigung erstmals die Leipziger Innenstadt, da er im Rahmen der Messung der eigenen Masse in seinen künftigen Heimatbetriebshof Angerbrücke fahren musste. Auf den in der genannten Betriebsanweisung angegebenen Straßenbahnstrecken wurde Tw 1201 erstmals am Mittwoch, dem 22. Juni 2005, angetroffen. Zu diesem Zeitpunkt trug er an den Seitenfenstern eine bereits einige Tage zuvor angebrachte rote Folie an den Seitenfenstern, welche von den Pfeilen überklebt wird. Dank dieser roten Folie waren neugierige Blicke der Passanten in das Fahrzeuginnere nicht mehr möglich. Auch diese Verhüllung besaß keinen technischen Hintergrund, sondern war nur ein Bestandteil der von der LVB-Marketingabteilung initiierten Verhüllungsaktion.

Die genannte Betriebsanweisung wurde Anfang Juli umgeändert - nun konnte man den Tw 1201 ab Mitte Juli im gesamten Netz und besonders auf der Strecke der Linie 16 auf Testfahrten beobachten. Vorrangig wurden dabei die künftigen Einsatzstrecken abgefahren und die Profilfreiheit geprüft. Doch neben diesen Testfahrten wurden auch die Fahrlehrer auf dem Typ NGT12 praktisch eingeschult. Die Testfahrten erfolgten meist mitten in der Nacht zu den Fahrzeiten der Nightliner, wobei es auch Fahrten bei Tageslicht gab.

In der Nacht vom 1. zum 2. August 2005 traf dann der künftige Tw 1202 - in einer ähnlichen Verhüllung, die der Tw 1201 in der Nacht seiner Ankunft trug - ein, wobei auch dieser Triebwagen in HwH nachträglich rote Fensterscheiben erhielt. Die Verhüllung des Tw 1202 unterschied sich bezüglich der des Tw 1201 an Bug und Heck & die beim Tw 1201 blauen Flächen waren beim Tw 1202 rot gestaltet. Am 4. August 2005 erfolgte die erfolgreiche TAB-Abnahme des Tw 1201 und damit des Typs NGT12, worauf an beiden Fahrzeugen zur Unterscheidung die jeweiligen Fahrzeugnummern aufgeschrieben wurden.

Nach der am 9. August 2005 erfolgten Übernahme des Tw 1201 in den Bestand der LVB begannen am 10. August 2005 die Fahrschulfahrten für das Fahrpersonal des Straßenbahnhofs Angerbrücke. Den Fahrschulfahrten vorausgegangen war eine interne Untersuchung aller im LVB-Konzern eingesetzten Schienenbahn- und Mischfahrer, welche in der Anfangsphase des Linieneinsatzes sowie auch zur WM bevorzugt die NGT12 fahren sollten.

Ende August 2005 wurde der Tw 1201 abgestellt und von seiner Verhüllung befreit, womit nun auch die Fahrschulfahrten für kurze Zeit ruhten. Die Aufgaben der Fahrschulfahrten wurden dann kurzzeitig vom ebenfalls verhüllten und am 05.09.05 von den LVB übernommenen Tw 1202 übernommen, welcher zu diesem Zeitpunkt bereits die roten Seitenfolien verloren hatte. Die Tw 1201 und 1202 wurden am 7. September 2005 der Presse sowie den Mitarbeitern der LVB unverhüllt im Strbf. Angerbrücke vorgestellt, wobei auch die Option auf zwölf weitere Fahrzeuge des Typs NGT12 eingelöst wurde. Der Vorstellung und Taufe des Tw 1201 auf den Namen "Saxonia" schloss sich eine kleine Probefahrt mit Fahrgastbeförderung an. Am 8. August 2005 war dann der Tw 1201 zu Werbe- und Erkundungshalten an diversen Endstellen im Straßenbahnnetz unterwegs. Am folgenden Tag wurden wieder die Fahrschulfahrten aufgenommen.

Nach den am 8. September 2005 erfolgten Werbefahrten des Tw 1201 fuhr dieser bis zum 16. September 2005 auf der Fahrschule. Am 17. September 2005 fand dann der Herbstauftakt statt, zu welchem die drei zu diesem Zeitpunkt vorhandenen NGT12 den absoluten Höhepunkt darstellen sollten. So wurde im Vorfeld des Herbstauftaktes auf dem K-Park des Bushofs Lindenau ein provisorisches Gleis verlegt. In der Nacht vom 15. zum 16. September 2005 wurde der zu diesem Zeitpunkt noch im Eigentum von Bombardier TS befindliche Tw 1203 mittels einer Tatradoppeltraktion von den Hauptwerkstätten Heiterblick (HwH) zum Bushof Lindenau geschleppt, wo er dann mittels eines Tiefladers auf das provisorische Gleis verladen wurde. Zum Herbstauftakt konnte der Tw 1203 während der gesamten Zeit besichtigt werden und wurde in der folgenden Nacht vom 17. zum 18. September 2005 wieder auf das Straßenbahnnetz gebracht. Extra für dieses Prozedere wurde die Lützner Straße stets voll gesperrt.

Des Weiteren pendelte zum Herbstauftakt der Tw 1201 zwischen der Schleife Grünau-Nord und dem Promenadenring. Diese Fahrten waren die ersten Fahrgastfahrten eines NGT12 und fanden sehr großen Zuspruch. Da einerseits die NGT12 durchweg nach Leipzigs Partnerstädten und WM-Städten getauft werden sollen und andererseits das Gastland zum damaligen Herbstauftakt Großbritannien war, lag es nahe, einen NGT12 nach Leipzigs britischer Partnerstadt Birmingham zu taufen. Mit Birminghams Oberbürgermeister John Hood reiste auch die entsprechende Prominenz nach Leipzig, wo der Tw 1202 auf dem im Gelände des Bushofs gelegenen Gleisdreieck Saalfelder Straße durch die beiden Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee und John Hood auf den Namen "Birmingham" getauft wurde. Nach der erfolgten "Alkoholwäsche" ging der Tw 1202 auch in den Fahrgasteinsatz und pendelte zusammen mit "Saxonia" (Tw 1201) zwischen Grünau-Nord und der Innenstadt.

Am darauf folgenden Tag, dem 18. September 2005, konnte dann der Linieneinsatz der zu diesem Zeitpunkt längsten Straßenbahn der Welt beginnen. Gegen 8:07 Uhr verließ Tw 1201 auf Kurs V.1548 den Straßenbahnhof Angerbrücke Richtung Meusdorf, kurz darauf folgte um 8:35 Uhr Tw 1202 auf Kurs V.1545 in Richtung Miltitz. Beide Fahrzeuge liefen an diesem ganzen Tag auf Linie 15, wobei der Tw 1202 eine Störung hatte und daher nicht schneller als 50 km/h fahren durfte. Als Folge verkehrte Tw 1202 eher planlos und kurz vor dem nach ihm folgenden Kurs. Sofort nach dem Linieneinsatz fuhr er in den Abendstunden des 18. September 2005 nach HwH zur Reparatur.

 

Die weitere Entwicklung

 

Die weiteren Triebwagen wurden in regelmäßigen Abständen geliefert und allesamt recht zügig den LVB übergeben, so dass pünktlich zur Fußball-WM alle zwölf Fahrzeuge des ersten Loses zur Verfügung standen, welche zur WM dann erstmalig so richtig ihre Leistungsfähigkeit und ihr Fassungsvermögen unter Beweis stellen konnten. Im Rahmen der WM wurden an den NGT12 Traffic-Boards angebracht, wobei dies nicht ohne Konflikte mit dem Hersteller ablief, da noch nicht die Garantiezeit des Lackes an den Fahrzeugen verstrichen war und der Hersteller im Fall eines Schadens keinerlei Haftung für evtl. durch die Traffic-Boards entstandene Lackschäden übernehmen wollte.

Die NGT12 wurden zunächst beinahe ausschließlich auf Linie 15 eingesetzt, zu stark besuchten Publikumsmessen waren sie aber auch schon auf Linie 16 zu bewundern. Außerdem erfolgten recht schnell regelmäßig abweichende Linieneinsätze auf anderen Linien. Ab dem September 2006 erfolgte bis zum Juni 2007 die Lieferung des zweiten Loses, so dass mit Wirkung vom 12. Juni 2007 alle 24 NGT12 den LVB zur Verfügung standen. Somit konnten die NGT12 ab dem Jahr 2007 auch endgültig das Zepter auf Linie 16 übernehmen, es folgten ab März 2007 die Wochenendeinsätze auf Linie 11. Da der Kurs V.0742 der Linie 7 im Schülerverkehr sehr stark nachgefragt ist, begegnen die LVB der starken Fahrgastnachfrage an Wochentagen seit dem März 2009 mit dem vorgeschriebenen Einsatz eines NGT12 auf diesem Kurs.

Die Fahrzeuge besitzen einen hohen Zuverlässigkeitsgrad und sind universal einsetzbar. Eine Ausnahme bildete bis zum Herbst 2012 noch die Strecke in Stötteritz zwischen der Haltestelle Weißestraße und der Endstelle Holzhäuser Straße. Die Kurve von der Weiße- in die südliche Arnoldstraße hatte bis dahin mit 14 Metern den kleinsten Kurvenradius im Leipziger Straßenbahnnetz, aber der Mindestkurvenradius des NGT12 beträgt 18 Meter. Somit war dieser Abschnitt bis zur Sanierung der Kurve für den Typ NGT12 gesperrt, was durch ein entsprechendes Schild kurz vor der Kurve kenntlich gemacht wurde.

Da die Fahrzeuge aufgrund ihrer schwarzen Front für sehschwache Personen schwierig auszumachen sind, müssen alle NGT12 seit Ende 2005 ständig mit angeschaltetem Frontlicht verkehren. Dennoch sind diese Fahrzeuge bei den Fahrgästen recht beliebt und trugen zu einer nachweisbaren deutlichen Steigerung der Fahrgastzahlen auf ihren Stammlinien 15 und 16 bei.

Alle 33 NGT12 sind im Straßenbahnhof Angerbrücke beheimatet. Im Januar 2010 wurden neun weitere Fahrzeuge dieses Typs bestellt, welche ab dem Herbst 2011 ausgeliefert wurden. Die neuen Tw 1225 bis 1233 verfügen über eine orangefarbige Matrixanzeige mit farbig hinterlegter Liniennummer sowie LED-Tagesleuchten. Die Lieferung konnte im Sommer 2012 abgeschlossen werden. Somit verfügt Leipzig über 33 Exemplare dieser derzeit nach Budapest zweitlängsten Straßenbahn der Welt.

Ende Februar 2016 wurden bei 1201-1224 alle Frontzielanzeigen umgerüstet auf Orangefarbige Matrixanzeige mit farbig hinterlegter Liniennummer. Außerdem wurden die Klapprampen ausgebaut und an den Doppeltüren übergangsleisten angebracht.

Text: Sebastian Naumann / Paul Schmidt