Netzerweiterungen Straßenbahn [Sammelthread]

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leipziger17

Die Stadt Leipzig hat eine Website für Projekte in der Mobilitätsstrategie 2030 veröffentlicht, siehe https://www.leipzig.de/umwelt-und-verkehr/verkehrsplanung/mobilitaetsstrategie-2030/projektuebersicht-mobilitaetsstrategie-2030/

Im Bereich der Netzerweiterungen für die Straßenbahn sollen 2025 und 2026 drei Projekte im Fokus sein:

  • Netzerweiterung Südsehne inkl. begleitender Einbindungstrassen
  • Netzerweiterung zum S-Bahnhof Wahren
  • Netzerweiterung Thekla-Süd

Das Thema Südsehne haben wir ja schon in einem anderen Thread diskutiert (Projekt Südsehne). Bei der Netzerweiterung zum S-Bahnhof Wahren soll die Machtbarkeitsstudie nun fertig sein und vertiefende Untersuchungen starten. Für die Netzerweiterung Thekla-Süd (Anbindung Hauptwerkstatt) soll demnächst die Machbarkeitsstudie starten.

Alle anderen Projekte im Bereich Netzwerweiterung Straßenbahn sollen in einer anderen Studie zunächst hinsichtlich des Potentials bewertet werden.

Draconia111

https://www.leipzig.de/leben-in-leipzig/verkehr/verkehrsplanung/oeffentlicher-personennahverkehr/netzerweiterung-suedsehne

Laut Google wurde das vor 4 Tagen aktualisiert. Da ich nicht im Thema bin enthalten ich mich der Bewertung des Projektstands

Und das neue Stadtlogo ist scheußlich
Gendern ist wenn der Sachse mit dem Boot umkippt

🖤 Emo 🖤

leipziger17

Es ist nur die neue Website. Beim Projektstatus ist alles wie vorher.

SvenLE

Mal etwas Neues zu den Neubauprojekten - Die Machbarkeitsstudie zur Netzerweiterung in Wahren ist jetzt öffentlich verfügbar.

Vorlage Stadtrat

Kurzzusammenfassung:

- Ausbau Auenseestr. Nord mit Strassenbahn in Seitenlage
- 4. Strassenbahnhof am Bahnhof Wahren
- zweigleisiger Ausbau der Georg-Schumann-Str. von Wahren bis zum Wechsel auf nördliche Seitenlage
- Neuer Verknüpfungspunkt Bus / Strassenbahn an der Ölhafenstr.

Grüße
Sven

leipziger17

Zitat von: SvenLE am Freitag, 03. Juli 2026, 22:12:32Mal etwas Neues zu den Neubauprojekten - Die Machbarkeitsstudie zur Netzerweiterung in Wahren ist jetzt öffentlich verfügbar.

Vorlage Stadtrat

Kurzzusammenfassung:

- Ausbau Auenseestr. Nord mit Strassenbahn in Seitenlage
- 4. Strassenbahnhof am Bahnhof Wahren
- zweigleisiger Ausbau der Georg-Schumann-Str. von Wahren bis zum Wechsel auf nördliche Seitenlage
- Neuer Verknüpfungspunkt Bus / Strassenbahn an der Ölhafenstr.

Grüße
Sven

Allgemein finde ich die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie gut. Insb. den Verzicht auf den südlichen Ringschluss für den MIV finde ich sinnvoll. Geplante Fertigstellung der Gleistrasse ist 2035.

Die geplante Position des Betriebshofes finde ich aber nicht so optimal. Erstens ist der Betriebshof bei Bauarbeiten auf der Georg-Schuhmann-Str. vom gesamten Netz abgeschnitten. Zweitens fehlen Verbindungskurven Richtung Gohlis, um die  /4 und  /12 von Wahren aus zu bedienen (letztere könnte man evt. nachrüsten).

MD 612

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 13:28:48Die geplante Position des Betriebshofes finde ich aber nicht so optimal.
Planungen für einen Straßenbahnhof in Wahren gibt es schon seit den 1980er Jahren. Damals sollten die bestehenden Straßenbahnhöfe in Möckern und Gohlis (Landsberger Str.) ersetzt werden. Vorgesehen war der Betriebshof an der Pittlerstraße in etwa in dem Bereich, auf welchem nach 1990 die längst wieder geschlossene LVZ-Druckerei gebaut wurde. Auch die Endstelle Wahren Rathaus sollte dorthin verlagert werden.
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

SvenLE

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 13:28:48Allgemein finde ich die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie gut. Insb. den Verzicht auf den südlichen Ringschluss für den MIV finde ich sinnvoll.

Die ist bewußt nicht weiter ausgeplant worden, weil es eine politische Entscheidung ist und die Abwägung hier länger dauern würde. Fokus sollte ja die Anbindung des Bahnhof Wahren sein.

Die Studie verweist darauf, dass eine Weiterführung der Auenseestr. bei der jetzigen Lösung weiterhin möglich ist. Das war glaube ich auch eine der Eingangsbedingungen für die Studie.


Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 13:28:48Die geplante Position des Betriebshofes finde ich aber nicht so optimal. Erstens ist der Betriebshof bei Bauarbeiten auf der Georg-Schuhmann-Str. vom gesamten Netz abgeschnitten.

Das gilt für Dölitz genauso. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Vielmehr ist eine mehrfache Anbindung ein Unikum, was es anderswo selten gibt. Leipzig hat ja zwei Betriebshöfe, welche alternativ erreichbar sind - Angerbrücke und Heiterblick. Paunsdorf zähle ich nicht mehr, da er absehbar geschlossen werden soll und an der gleichen Schleife wie Heiterblick liegt.

Grüße
Sven

leipziger17

Auf Seite 122 der Studie steht, dass die Vorzugsvariante hinsichtlich des Betriebshofs weder die geforderte Kapazität an Abstellfläche, noch die geforderte Anzahl/Länge an Werkstattgleisen erreicht.

Santa Claus

'n Ahmdchen,

Zitat von: SvenLE am Freitag, 03. Juli 2026, 22:12:32- Neuer Verknüpfungspunkt Bus / Strassenbahn an der Ölhafenstr.
und Verlegung der Endstellen der örtlichen Buslinien dorthin. Anstatt die /87, /88 und /91 bis zum Kaufland Wahren (/Z224 Am Viadukt) zu verlängern, damit die Umsteiger das Notwendige gleich mit einem Einkauf dort verbinden können, wird der neue Umsteigepunkt weit weg gebaut, wo Platz ist. Nicht, dass auf dem Kaufland-Parkplatz kein Platz für ein paar wartende Busse ist ...


Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 13:28:48Insb. den Verzicht auf den südlichen Ringschluss für den MIV finde ich sinnvoll.
Weil damit zwar die Linkelstraße entlastet, aber die südl. Auenseestraße belastet würde, und letzteres geht anscheinend gar nicht.

Aber die nördliche Auenseestraße (Schumi bis Travniker Str.) soll trotzdem gebaut werden, und sich der Autoverkehr dann S-förmig über Ritterguts-, südliche Linkel-, Schumi, nördliche Auensee- zur Travniker Str. schlängeln; wundervoll indirekt und mitten durch den Umsteigepunkt.


ZitatErstens ist der Betriebshof bei Bauarbeiten auf der Georg-Schuhmann-Str. vom gesamten Netz abgeschnitten.
Zitat von: SvenLE am Samstag, 04. Juli 2026, 18:02:10Das gilt für Dölitz genauso. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Vielmehr ist eine mehrfache Anbindung ein Unikum, was es anderswo selten gibt.
Kommt auch auf die Netzstruktur an. Bei einem Achsen,netz' ohne Querverbindungen wird das natürlich schwer.

Bei einem schönen, alten, gewachsenen Straßenbahnnetz mit zahlreichen Querverbindungen (wie in Leipzig oder Dresden) ist das halt leichter oder fällt gleich von alleine mit ab. Man darf nur nicht zu weit draußen (nach der letzten Querverbindung) bauen; aber näher am Stadtzentrum wird's halt schwierig, Platz zu finden. Sollte ja nah am Streckennetz, aber nicht zu nah an Wohnhäusern liegen (wegen Lärmschutz).


Zitat von: leipziger17 am Sonntag, 05. Juli 2026, 14:23:17Auf Seite 122 der Studie steht, dass die Vorzugsvariante hinsichtlich des Betriebshofs weder die geforderte Kapazität an Abstellfläche, noch die geforderte Anzahl/Länge an Werkstattgleisen erreicht.
Auch was gutes. An einen S-Bahnhof mit Straßenbahn gehören möglichst viele Wohnungen oder Arbeitsplätze, die den ÖPNV auslasten können. Wie viele Straßenbahnfahrer fahren denn wohl früh mit der Bimmel auf Arbeit, um ihre Bimmel abzuholen? :D

Alternativstandorte, die mir so einfallen: Nordende der Stahmelner Allee, Landsberger Str. vor der Bahnbrücke (hinter der Endstelle), Neue Messe nördlich der Schleife. Generell nicht mehr viel freies Bauland in Streckennähe.


leipziger17

Die CDU-Fraktion im Stadtrat beantragt, die weiterführende Planung für die Netzerweiterung zum S-Bahnhof Wahren vorerst zu stoppen. Grund dafür sei die angespannte gegenwärtige Haushaltslage.

https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig_public/vo020?VOLFDNR=2031656&refresh=false

SvenLE

Die Frage dürfte spannend sein. Aktuell sind ja viele Planungen obsolet, weil die Stadt kein Geld hat. Damit werden keine Bauarbeiten von Wand-zu-Wand mehr durchgeführt. Die LVB bauen alleine und damit wird selten der Verkehrsraum neu sortiert werden - siehe Pfaffendorfer, GSS in Wahren etc.

74E_Schleußig

Nur dass man halt durch einen Planungsstopp kaum Geld spart. Wenn man aber erst anfängt zu planen, wenn wieder Geld da ist, verliert man einen Haufen Zeit. Und wenn dann die Planung fertig ist, ist die Kasse wieder leer...

Nein, besser wäre, in Ruhe weiterplanen, das kostet wenig, aber dann kann man wenigstens bauen, wenn wieder Geld da ist.

Laany Toke

Bei der derzeitigen Haushaltslage, die sich auch auf absehbare Zeit nicht ändern wird, sollten wir lieber froh sein, wenn man überhaupt noch Visionen hat.
Eher sieht es so aus, dass man den Gürtel bei L´s noch viel enger schnallen muss. Im Moment verfolgt man weiter die Leistungsausdehnung, doch erste Einschnitte (Optimierungen) setzt man zum Fahrplanwechsel schon um.

1156

Die Projekte der Netzerweiterungen sind nun beerdigt worden, wie die LVZ heute berichtet. Die Planungen werden eingestellt.
Zitat LVZ 5.9.2026
"Auch bei Mobilitätsprojekten der Leipziger Verkehrsbetriebe wird gekürzt. Unter anderem fallen die Gelder für die Planung möglicher Netzerweiterungen in Thekla, Wahren und der sogenannten Südsehne zwischen Grünau und der Südvorstadt beziehungsweise Reudnitz weg. "