Bahnverkehr Region Mitteldeutschland

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MD 612

#45
Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 00:54:33Wenn aber NASA und ZVMS den Ort der Werkstatt vorschreiben, sollte der ZVNL das Gleiche tun.
Der ZVMS hat im Falle E-Netz Mittelsachsen nicht den Ort der Werkstatt vorgeschrieben, sondern die Bereitstellung der Fahrzeuge einerseits und deren Instandhaltung andererseits. Das sich dafür der Betriebsmittelpunkt des Netzes in Chemnitz anbietet, dürfte einleuchtend sein. Alstom (oder ein anderer Instandhalter, es waren ja mehrere im Rennen) hätte sich aber auch für einen anderen Standort (Dresden, Zwickau) entscheiden können. Dass der Standort trotzdem in Sachsen liegen würde, ergibt sich von selbst.

Die NASA hingegen hat für keines ihrer elektrischen Netze einen Werkstattstandort im eigenen Bundesland vorgeschrieben. Sowohl Halle als auch Magdeburg waren historisch gewachsen und schon lange vor dem Gewinn der Netze ENORM und MDSB2 in Betrieb. Die Nutzung eines Werkstattstandortes war nur im Falle DISA vorgeschrieben, um die Zukunft der VIS in Halberstadt abzusichern. Aber das gesamte Netz besteht ja fast ausschließlich nur in Sa.-Anhalt.

Dass sich DB Regio Südost zum Start der MDSB für Halle entschieden hat, hatte alleine Kostengründe. Ein ursprünglich angedachter Werkstattneubau in Gaschwitz wäre erheblich teurer gekommen (und hätte möglicherweise zum Verlust der damaligen Ausschreibung geführt) als die Weiternutzung inklusive Erweiterung des Standortes in Halle. Dass die Werkstatt Halle mit fast 40km Entfernung zum Betriebsmittelpunkt der künftigen Lose 1 und BEMU der MDSB alles andere als ideal ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber wer investiert schon in einen neuen Werkstattstandort, wenn er nur 12 Jahre Garantie zu dessen Nutzung hat?

Und wenn im Jahr 2013 der damals einzige Konkurrent Veolia (heute Transdev) zum Zuge gekommen wäre, dann wäre die Instandhaltung der Fahrzeuge vermutlich in Delitzsch angesiedelt worden. Immerhin im Gebiet des ZVNL, aber eben auch nicht in Leipzig.

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 00:54:33Eine solche Werkstatt bedeutet Investitionen und Arbeitsplätze im Leipziger Raum.
Wenn dafür die Werkstatt in Halle geschlossen wird, sind es keine neuen Arbeitsplätze, sondern nur ein "Ausspielen" Leipzig vs. Halle. Dann wären die meisten Arbeitsplätze in Leipzig durch Kollegen der heutigen Werkstatt Halle besetzt worden, weil die die erforderlichen Qualifikationen mitbringen. Oder man hätte aufwändig neu ausbilden müssen, während sich die qualifizierten Kollegen aus Halle neue Arbeit außerhalb der Bahnbranche suchen dürfen. Nachhaltig geht anders...
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

leipziger17

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 14:25:58Der ZVMS hat im Falle E-Netz Mittelsachsen nicht den Ort der Werkstatt vorgeschrieben, sondern die Bereitstellung der Fahrzeuge einerseits und deren Instandhaltung andererseits. Das sich dafür der Betriebsmittelpunkt des Netzes in Chemnitz anbietet, dürfte einleuchtend sein. Alstom (oder ein anderer Instandhalter, es waren ja mehrere im Rennen) hätte sich aber auch für einen anderen Standort (Dresden, Zwickau) entscheiden können. Dass der Standort trotzdem in Sachsen liegen würde, ergibt sich von selbst.

Theoretisch stimmt das zwar. Aber du schreibt ja selbst, dass bei einem Neubau praktisch nur ZVMS-Gebiet infrage kam. Die Werkstatt in Dresden (DB Regio) oder Neumark (Länderbahn) war damit aus dem Rennen.

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 14:25:58Die NASA hingegen hat für keines ihrer elektrischen Netze einen Werkstattstandort im eigenen Bundesland vorgeschrieben. Sowohl Halle als auch Magdeburg waren historisch gewachsen und schon lange vor dem Gewinn der Netze ENORM und MDSB2 in Betrieb. Die Nutzung eines Werkstattstandortes war nur im Falle DISA vorgeschrieben, um die Zukunft der FIS in Halberstadt abzusichern. Aber das gesamte Netz besteht ja fast ausschließlich nur in Sa.-Anhalt.

Für die 2031 MDSB2 Ausschreibung ist Sachsen-Anhalt als Werkstattstandort vorgeschrieben. Siehe Anlage 3023.

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 14:25:58Aber wer investiert schon in einen neuen Werkstattstandort, wenn er nur 12 Jahre Garantie zu dessen Nutzung hat?

Ich habe die Ausschreibungsunterlagen nicht mehr. Aber es gab wahrscheinlich eine Nachnutzungszusage im Falle eines Neubaus.

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 14:25:58Wenn dafür die Werkstatt in Halle geschlossen wird, sind es keine neuen Arbeitsplätze, sondern nur ein "Ausspielen" Leipzig vs. Halle. Dann wären die meisten Arbeitsplätze in Leipzig durch Kollegen der heutigen Werkstatt Halle besetzt worden, weil die die erforderlichen Qualifikationen mitbringen. Oder man hätte aufwändig neu ausbilden müssen, während sich die qualifizierten Kollegen aus Halle neue Arbeit außerhalb der Bahnbranche suchen dürfen. Nachhaltig geht anders...

Ideal ist es natürlich nicht (hatte ich bereits geschrieben). Es wäre besser, wenn NASA und ZVMS ihre Ausschreibungen anpassen würden. Es darf jedenfalls nicht sein, dass Leipzig benachteiligt wird, obwohl hier das größte Verkehrsaufkommen ist und ein großer Teil der Steuergelder von hier stammt.

Beispiel: Angenommen, Arverio möchte nach Mitteldeutschland expandieren. Dann wäre Leipzig normalerweise ein Kandidat für die Werkstatt. Bei der aktuellen Form der Ausschreibungen würde Leipzig als Kandidat aber rausfallen, weil die Werkstatt dann für weniger Netze in Frage kommt.

MD 612

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 15:05:04Aber du schreibt ja selbst, dass bei einem Neubau praktisch nur ZVMS-Gebiet infrage kam. Die Werkstatt in Dresden (DB Regio) oder Neumark (Länderbahn) war damit aus dem Rennen.
Waren sie nicht. Alstom hat sich für Chemnitz entschieden. Wenn aber ein anderer Bewerber für die Instandhaltungsleistungen das Rennen gemacht hätte, wäre vielleicht Dresden, Zwickau oder Neumark zum Zuge gekommen. Zugegeben, Neumark wäre etwas abgelegen gewesen, wie jetzt beim Los 2 der MDSB auch. Aber warum hätte die Instandhaltung nicht in Dresden stattfinden können? Zwei von drei Linien des E-Netzes Mittelsachsen enden dort, ähnlich in Zwickau.

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 15:05:04Für die 2031 MDSB2 Ausschreibung ist Sachsen-Anhalt als Werkstattstandort vorgeschrieben. Siehe Anlage 3023.
Danke, soweit hatte ich das noch nicht durchgearbeitet. Allerdings liegt auch fast das gesamte Netz in Sa.-Anhalt. Sachsen bzw. der ZVNL ist nur im Abschnitt Delitzsch - Leipzig Hbf (RE13)/ - Gaschwitz (S2) beteiligt. Leipzig liegt also nur am Rand dieses Netzes. Aus rein betrieblicher Sicht kämen da neben Magdeburg vor allem Dessau in Betracht.

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 15:05:04Aber es gab wahrscheinlich eine Nachnutzungszusage im Falle eines Neubaus.
Nein, es gab bei der MDSB1 keinerlei Nachnutzungszusage für eventuelle Werkstattneubauten. 2013 nicht und 2027 auch nicht.

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 15:05:04Es wäre besser, wenn NASA und ZVMS ihre Ausschreibungen anpassen würden. Es darf jedenfalls nicht sein, dass Leipzig benachteiligt wird, obwohl hier das größte Verkehrsaufkommen ist und ein großer Teil der Steuergelder von hier stammt.
Was sollen die denn nachbessern? Die Region Leipzig ist an den Ausschreibungsnetzen des ZVMS nur am Rande beteiligt (Nordabschnitt RE6), ebenso im Falle MDSB2 (Südabschnitte RE13 und S2 sowie Ostteil S9), im Falle ENORM gar nicht. Der weitaus größere Teil dieser Netze liegt beim ZVMS bzw. bei der NASA. Dass die Betreiber der MDSB1 ab 2027 (weiterhin) auf ihre bestehenden Werkstattstandorte in Halle und Neumark setzen, kann man denen genauso wenig vorwerfen wie der NASA oder dem ZVMS. Und ob eine zentrale Werkstatt im Raum Leipzig am Ende aus betrieblicher Sicht die bessere Option wäre, steht auch nicht fest. Vor allem auch wegen der bestehenden Losaufteilung nicht. Die Frage wäre ja, wie die zu betreiben wäre, um keinen der beiden Betreiber zu benachteiligen. Ein Werkstattstandort muss nach betrieblichen Erfordernissen und wirtschaftlichen Aspekten ausgewählt werden, nicht nach politischen Befindlichkeiten.

Und nicht vergessen, Leipzig hat eine große Werkstatt des Fernverkehrs. Das können Halle, Magdeburg, Dresden und Chemnitz nicht vorweisen.
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

leipziger17

#48
Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 16:40:41Aber warum hätte die Instandhaltung nicht in Dresden stattfinden können? Zwei von drei Linien des E-Netzes Mittelsachsen enden dort, ähnlich in Zwickau.

Wo wurden die Dostos denn bis 2015 gewartet? Doch sicherlich bei DB Regio in Dresden. Warum wollte der VMS dieses Modell nicht mehr? Doch offensichtlich, weil die Wertschöpfung in Chemnitz (auf ZVMS-Gebiet) stattfinden soll.
Unabhängig davon bezweifle ich die Aussage, dass mit dem neuen Modell auch eine Werkstatt in Dresden möglich gewesen wäre. Immerhin hat der VMS 20,35 Mio in die Werkstatt investiert. Hast du eine Quelle für deine Aussage?

PM des VMS: https://www.vms.de/baustart-fuer-ems-eisenbahnbetriebshof-in-chemnitz/

Letztendlich ist diese Diskussion aber irrelevant. Bei zukünftigen Ausschreibungen wird der VMS immer fordern, dass die Werkstatt in Chemnitz genutzt wird (--> Nachteil für Dresden und Leipzig)

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 16:40:41Danke, soweit hatte ich das noch nicht durchgearbeitet. Allerdings liegt auch fast das gesamte Netz in Sa.-Anhalt. Sachsen bzw. der ZVNL ist nur im Abschnitt Delitzsch - Leipzig Hbf (RE13)/ - Gaschwitz (S2) beteiligt. Leipzig liegt also nur am Rand dieses Netzes. Aus rein betrieblicher Sicht kämen da neben Magdeburg vor allem Dessau in Betracht.

Eine Werkstatt sollte so positioniert sein, dass sie für mehrere Netze genutzt werden kann (für den Fall, dass ein Netz verloren geht). Da wäre Dessau sicherlich eine gute Option, aber Leipzig wäre noch besser. Durch die Ausschreibung ("Werkstatt in Sachsen-Anhalt") wird diese Option aber ausgeschlossen.

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 16:40:41Nein, es gab bei der MDSB1 keinerlei Nachnutzungszusage für eventuelle Werkstattneubauten. 2013 nicht und 2027 auch nicht.

Dann gehört das mit in die nächste Ausschreibung.

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 16:40:41Was sollen die denn nachbessern?

NASA (MDSB2) und ZVMS (RE6) sollen die Regel entfernen, dass die Werkstatt auf ihrem Gebiet liegen muss.

Zitat von: MD 612 am Samstag, 04. Juli 2026, 16:40:41Die Frage wäre ja, wie die zu betreiben wäre, um keinen der beiden Betreiber zu benachteiligen. Ein Werkstattstandort muss nach betrieblichen Erfordernissen und wirtschaftlichen Aspekten ausgewählt werden, nicht nach politischen Befindlichkeiten.

Nochmals: Das wäre das Idealszenario, das man als erstes versuchen sollte (ich stimme dir also zu). Mit der MDSB2-Ausschreibung macht die NASA aber das Gegenteil und schließt Leipzig von vornherein aus. Daher sollte der ZVNL nachziehen.

BR1442

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 18:07:55NASA (MDSB2) und ZVMS (RE6) sollen die Regel entfernen, dass die Werkstatt auf ihrem Gebiet liegen muss.

Warum sollten sie dies tun, nur damit das arme und benachteiligte Leipzig dann vielleicht ausgewählt wird als Standort? ;D

MD 612

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 18:07:55Warum wollte der VMS dieses Modell nicht mehr? Doch offensichtlich, weil die Wertschöpfung in Chemnitz (auf ZVMS-Gebiet) stattfinden soll.
Selbst wenn es so war, was wäre dagegen einzuwenden? Vielleicht war es doch die Erkenntnis, dass der Standort Chemnitz aus betrieblicher Sicht der beste war?

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 18:07:55Eine Werkstatt sollte so positioniert sein, dass sie für mehrere Netze genutzt werden kann
Warum muss eine Werkstatt für mehrere Netze nutzbar sein? Vor allem, warum soll das so sein, auch wenn weitere Netze ihren Betriebsmittelpunkt gar nicht am angedachten Werkstattstandort haben?

In Leipzig hat außer der MDSB1 kein weiteres Netz seinen Betriebsmittelpunkt, als dass eine Werkstatt hier für weitere Netze sinnvoll wäre. Und ja, für die MDSB1 Los1+BEMU wäre eine Werkstatt in Leipzig betrieblich besser als Halle. Aber dann wäre Halle überflüssig, man würde hier keine neuen Arbeitsplätze schaffen, sondern nur vorhandene verlagern. Für Los 2 ginge Halle genauso wie Neumark oder (wenn es weitere Bewerber gegeben hätte) Zwickau oder Borna.

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 18:07:55Da wäre Dessau sicherlich eine gute Option, aber Leipzig wäre noch besser.
Warum wäre Leipzig noch besser? Warum sollte die Länderbahn ihre Werkstatt in Neumark nicht nutzen dürfen? Warum eine neue Werkstatt in Leipzig bauen, Menschen von Neumark und Halle nach Leipzig versetzen und die Anlagen in Neumark und Halle dafür stilllegen? Und nochmal, Leipzig liegt am Rande der MDSB2, nicht mittendrin. Wie also die Züge der S8 oder RB51 in die Werkstatt bringen?

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 18:07:55Dann gehört das mit in die nächste Ausschreibung.
Dann sag das dem ZVNL. Und erkläre uns, warum ein Wettbewerber keine eigene Werkstatt in Neumark nutzen darf und was ein Mitbewerber mit einer erweiterten Werkstatt in Neumark anfangen soll, wenn die Länderbahn Ende 2038 aus der MDSB wieder rausfallen sollte.

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 18:07:55NASA (MDSB2) und ZVMS (RE6) sollen die Regel entfernen, dass die Werkstatt auf ihrem Gebiet liegen muss.
Der ZVMS wird ja wohl noch selbst entscheiden dürfen, wo seine Fahrzeuge instandgehalten werden. Wie war das mit "eine Werkstatt für mehrere Netze"? Nun plötzlich nicht mehr? Und warum sollte die NASA das nicht verlangen, wo doch rund 90% der MDSB2 in Sa.-Anhalt fährt? Kein vernünftiges EVU würde für dieses Netz eine Werkstatt in Leipzig neu errichten, egal was die NASA fordert.
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leipziger17

@MD 612 Du widersprichst dir selbst (nicht böse gemeint):

1. Du schreibst, dass der ZVNL den Werkstattstandort nicht vorgeben soll. Gleichzeitig findest du es in Ordnung, wenn ZVMS und NASA genau das tun.

2. Du schreibst, dass es kein großes Problem ist, dass die Züge für MDSB1 (Los 2) in Neumark gewartet werden ("Für Los 2 ginge Halle genauso wie Neumark"), obwohl beide Werkstätten nicht zentral im Netz sind. Gleichzeitig schreibst du, dass es für MDSB2 ein Problem wäre, falls die Werkstatt in Leipzig ist.

MD 612

Zitat von: leipziger17 am Samstag, 04. Juli 2026, 22:00:43Du schreibst, dass der ZVNL den Werkstattstandort nicht vorgeben soll. Gleichzeitig findest du es in Ordnung, wenn ZVMS und NASA genau das tun.
[...]
Und ich habe all das ausreichend begründet. Das sollte man auch lesen.
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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medemander

Zitat von: leipziger17 am Mittwoch, 17. Juni 2026, 17:45:35Die Bahnstrecke nach Geithain wird nur auf 24 der 44 Kilometer zweigleisig ausgebaut:
[...]
Es bleibt die Frage, welche Abschnitte eingleisig bleiben.
[...]
Bei FragDenStaat gibt's jetzt ein paar mehr Informationen, auch wenn es sich nur um die Präsentation zu den Ergebnissen und  nicht die Machbarkeitsstudie selbst handelt.

leipziger17

#54
Zitat von: medemander am Freitag, 17. Juli 2026, 12:00:02Bei FragDenStaat gibt's jetzt ein paar mehr Informationen, auch wenn es sich nur um die Präsentation zu den Ergebnissen und  nicht die Machbarkeitsstudie selbst handelt.

In Folie 6 sieht man, dass Zweigleisigkeit in den Abschnitten Mölkau - Liebertwolkwitz und Oberholz - Bad Lausick vorgesehen ist.

Zu meiner Überraschung ist außerdem ein dritter Bahnsteig in Bad Lausick vorgesehen, vermutlich für den Fall von Bauarbeiten.

EDIT: An der Herrmann-Liebmann-Brücke soll das Ausziehgleis mit in die Strecke integriert werden, sodass der kurze Abschnitt bis zum Hbf ebenfalls zweigleisig wird.

MD 612

Zitat von: leipziger17 am Freitag, 17. Juli 2026, 14:23:12In Folie 6 sieht man, dass Zweigleisigkeit in den Abschnitten Mölkau - Liebertwolkwitz und Oberholz - Bad Lausick vorgesehen ist.
Man vermeidet zugunsten einer flexiblen Betriebsführung im Stadtgebiet Leipzig den Ausbau sämtlicher über die Straßen führenden Brücken (Portitzer Str., Thallwitzer Str., Wurzner Str., Th.-Heuss-Str., Engelsdorfer Str.), ebenso zwischen Liebertwolkwitz und Oberholz (Muldentalstr., A38, S43, Mühlweg in Oberholz). Die Überleitstelle Mölkau als Beginn des zweigleisigen Abschnittes liegt nur einen Kilometer von L.-Werkstättenstr. entfernt unmittelbar südlich der Brücke Engelsdorfer Str.. Völlig irre...

Zitat von: leipziger17 am Freitag, 17. Juli 2026, 14:23:12An der Herrmann-Liebmann-Brücke soll das Ausziehgleis mit in die Strecke integriert werden, sodass der kurze Abschnitt bis zum Hbf ebenfalls zweigleisig wird.
Da wird nichts zweigleisig. Man opfert das Abstellgleis zugunsten einer mit schlankeren Weichen ausgestatteten Fahrmöglichkeit über Hauptgleis 5121 zu den Bahnsteigen 19-22. Für eine wirkliche Zweigleisigkeit müsste man das Gleis 5025 (die Fortsetzung des jetzigen Kreuzungsgleises in Volkmarsdorf Richtung Bahnhofshalle) wieder aufbauen. Nur stehen in dessen Planum heute neu gebaute Oberleistungsmasten...
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

SvenLE

Danke Peter für die Klarstellungen. Damit ist auch klar, was die Intention dieser Studie gewesen ist - Kosten sparen und trotzdem das Betriebsprogramm abwickeln zu können.

Das Ergebnis sagt ja ganz klar: Es ist machbar, aber nicht gut.

Was können wir festhalten?

1. Es würde eine Verbesserung geben.
2. Man verbaut auch nicht die Zukunft. Ein späterer Weiterbau ist möglich, wenn Wille und Geld vorhanden sind.

Grüße
Sven

MD 612

Zitat von: SvenLE am Samstag, 18. Juli 2026, 10:16:26Man verbaut auch nicht die Zukunft. Ein späterer Weiterbau ist möglich, wenn Wille und Geld vorhanden sind.
Aber auch nur dann, wenn man das freie Planum des nicht gebauten zweiten Gleises, so es denn überhaupt frei ist (was zwischen Hbf und Paunsdorf sowie südlich von Liebertwolkwitz teilweise nicht der Fall ist) nicht wie üblich mit Kabelschächten und Oberleitungsmasten zubaut.
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George Orwell