S-Bahn Mitteldeutschland - allgemein

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Draconia111

#135
Zitat von: MD 612 am Samstag, 28. Februar 2026, 22:38:43Man könnte auch auf die Frage antworten. Geht wahrscheinlich nicht, weil es keinerlei Definition gibt. Und nein, das hat mit Rechthaberei nichts zu tun. Wenn man meint, die Mitteldeutsche S-Bahn sei keine "richtige S-Bahn", dann sollte man das auch nachvollziehbar begründen können und nicht nur auf die S-Bahnen Hamburg und Berlin verweisen. Denn wenn man danach ginge, wären alle anderen S-Bahnen in Deutschland raus...

Eine S-Bahn ist eine Vororteisenbahn die in dichtem takt verkehrt und auch eine nennenswerte innerstädtische Erschließung erbringt. Dichter takt ist maximal 2 Fahrten die Stunde. Einen Zug der auf kompletter Strecke nur stündlich oder gar seltenen verkehrt ist damit schonmal raus. So ein Stummel wie nach Geithain würde meiner Ansicht nach noch zählen.

Am ehstesten eine S-Bahn. Ist damit natürlich die S1 da diese nur innerstädtisch verkehrt. Auch die komplette s3 und die s5 bis nach Markkleeberg würde ich ohne zweifeln als S-Bahn bezeichnen, und auch die s4 ohne den Abschnitt nach Falkenberg.

Aber sowas wie die S7, S9 oder S11 als S-Bahn zu bezeichnen ist einfach nur Blasphemie. Die Linien haben (fast) keine innerstädtische Erschließung und verkehren in miserablen Takten insbesondere die S9. Genauso wenig ist die s6 eine S-Bahn da diese ebenfalls nur stündlich fährt und obwohl sie einige innerstädtische Halte hat hauptsächlich das Umland anbinden soll. Und nach Zeitz wäre das ja genauso, im Prinzip Ersetzt man nur den Regio. Eine S-Bahn sollte eine echte Aufwertung des bisherigen Verkehrs sein, und das ist da nicht gegeben und nach Naumburg war es sogar eine Massivste Verschlechterung

Die sbahnigste S-Bahn ist natürlich Hamburg und Berlin, aber auch München, Frankfurt, NRW und Stuttgart sind ohne zweifeln eine richtige S-Bahn, und auch die Regiotram Netze Karlsruhe und Kassel würde ich einer S-Bahn gleich stellen. Bei Hannover kann man sich streiten aber auch da sind einige echte S-Bahn Strecken dabei. Magdeburg, Rostock (Außer S1), Ortenau, Breisgau usw sind Quatsch und keine S-Bahn
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#136
Eine S-Bahn-Verbindung sollte für Fahrgäste auch bedeuten, dass man ohne großes Fahrplanlesens in den nächten 20 Minuten wegkommt. Nur leider sind diese Angebote mit Fahrplanwechsel gestrichen worden. So wäre ein stabiler 15 Minuten Takt nach Grünau (den es ja ansatzweise mit der S10 mal gab) angemessen. Und auch die alte Relation Messe - Gaschwitz mit der früheren S6 sowie S2 und S5 hatte einigermaßen S-Bahn-Charakter. Nun bringt der neue Fahrplan Langläufer, z.B. bis Plauen. Schön für die Plauener und einer direkten (elektrischen) Anbindung nach Leipzig. Nur mit einer S-Bahn hat das tatsächlich wenig zu tun, Definition hin oder her ...

klm

Da es keine verbindlichen Standards für das Produkt "S-Bahn" gibt, kann man theoretisch jeder RB das S draufpappen, womit es zum reinen Marketing verkommt. Meine Meinung: Eine Bahn, die nur im Stundentakt verkehrt, dürfte sich nicht S-Bahn nennen. Einen Halbstundentakt für eine S-Bahn sehe ich schon als grenzwertig an, würde ich aber gerade noch so durchgehen lassen. Alles, was seltener fährt, ist in meinen Augen RB, fehlende Definition hin oder her. So, Feuer frei!

MD 612

Zitat von: Draconia111 am Sonntag, 01. März 2026, 08:35:21Eine S-Bahn ist eine Vororteisenbahn die in dichtem takt verkehrt und auch eine nennenswerte innerstädtische Erschließung erbringt.
Ist ja nett, dass Du uns ausführlich mitteilst, was Deiner Meinung nach eine S-Bahn ist, ebenso wie die nachfolgenden Foristen. Aber das beantwortet meine Frage immer noch nicht, wo man eine allgemeingültige Definition des Begriffs S-Bahn findet und nachlesen kann. Um die Antwort mal vorwegzunehmen, eine allgemeingültige Definition S-Bahn gibt es nicht. S-Bahn ist lediglich eine Markenbezeichnung, ebenso wie Regionalbahn oder Regionalexpress. Für Leipzig hatte man sich schon während der Planung des Citytunnels Ende der 90er Jahre festgelegt, dass alles an SPNV, was durch den Tunnel fährt, als S-Bahn vermarktet wird, während die SPNV-Züge, die oben an den Bahnsteigen enden und beginnen, weiterhin als RB oder RE geführt werden. Gut, davon gibt es heute einige wenige Ausnahmen (S30, zeitweise S10), aber im Prinzip sind damit klare Grenzen gesetzt. Dass man innerhalb des Ballungsraumes Leipzig/Halle auch die S8 dazu zählt, dürfte einigermaßen verständlich sein. Lediglich bei S7, S9 und S11 könnte man darüber streiten, ob die unbedingt als S-Bahn zu bezeichnen wären.

Zitat von: Draconia111 am Sonntag, 01. März 2026, 08:35:21Auch die komplette s3 und die s5 bis nach Markkleeberg würde ich ohne zweifeln als S-Bahn bezeichnen, und auch die s4 ohne den Abschnitt nach Falkenberg.
Schon sind wir bei der Frage, was aus der S4 hinter Torgau oder Falkenberg oder der S5 hinter Markkleeberg wird. Endstelle und Umsteigen in eine RB ist ja keine Alternative, ein Wechsel der Linie mitten in ihrem Verlauf bringt nur Irritationen mit sich. Und was würde sich ändern, wenn die Hamster von Zwickau kommend mit der einstigen Linienbezeichnung als RE8 (jetzt S5X) und als RB130 (jetzt S5) den Tunnel erreichen und unter dieser Bezeichnung mit gleicher Haltekonzeption nach Halle fahren?? Wird dann in Leipzig aus der RB130 ein RE130 oder fährt der dann als RE8 weiter?? Oder beide Linien mutieren zum RE5 nach Halle?? Das gäbe nur ein Durcheinander im Tunnel und Irritationen für die Fahrgäste. Einzig die Freaks mit ihrer selbsternannten Definition wären zufrieden. Aber für die wird der Verkehr nicht geplant und durchgeführt.

Zitat von: Draconia111 am Sonntag, 01. März 2026, 08:35:21Genauso wenig ist die s6 eine S-Bahn da diese ebenfalls nur stündlich fährt und obwohl sie einige innerstädtische Halte hat hauptsächlich das Umland anbinden soll.
Du hast aber schon mitbekommen, dass ein Halbstundentakt mit abwechselndem Endpunkt Merseburg und Naumburg das Ziel bei der S6 ist?? Also nennen wir die Züge jetzt wieder RB125 und benennen sie in vielleicht zwei bis drei Jahren zur S6 um?? Städtische Erschließung ist bei der S6 ab nächstem Fahrplanjahr für Innenstadt, Südvorstadt bis Stötteritz auf alle Fälle gegeben.
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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klm

Zitat von: MD 612 am Sonntag, 01. März 2026, 12:17:01Du hast aber schon mitbekommen, dass ein Halbstundentakt mit abwechselndem Endpunkt Merseburg und Naumburg das Ziel bei der S6 ist?? Also nennen wir die Züge jetzt wieder RB125 und benennen sie in vielleicht zwei bis drei Jahren zur S6 um?? Städtische Erschließung ist bei der S6 ab nächstem Fahrplanjahr für Innenstadt, Südvorstadt bis Stötteritz auf alle Fälle gegeben.


Nein, es bestand absolut keine Notwendigkeit, den jetzt in S6 umtaufen zu müssen, zumal er eben nicht den Tunnel bedient. Wie schon gesagt: wenn in ein paar Jahren mal der Halbstundentakt realisiert ist - okay, warum soll er nicht als S-Bahn vermarktet werden. Aber S-Bahn und Stundentakt das beißt sich ganz einfach. Meine Meinung. Und was wäre an RB125 auszusetzen gewesen? Von mir aus hätte er auch weiter RE15 heißen können, Gohlis lässt er ja nach wie vor aus.

Draconia111

#140
Zitat von: MD 612 am Sonntag, 01. März 2026, 12:17:01Ist ja nett, dass Du uns ausführlich mitteilst, was Deiner Meinung nach eine S-Bahn ist, ebenso wie die nachfolgenden Foristen. Aber das beantwortet meine Frage immer noch nicht, wo man eine allgemeingültige Definition des Begriffs S-Bahn findet und nachlesen kann. Um die Antwort mal vorwegzunehmen, eine allgemeingültige Definition S-Bahn gibt es nicht. S-Bahn ist lediglich eine Markenbezeichnung, ebenso wie Regionalbahn oder Regionalexpress. Für Leipzig hatte man sich schon während der Planung des Citytunnels Ende der 90er Jahre festgelegt, dass alles an SPNV, was durch den Tunnel fährt, als S-Bahn vermarktet wird, während die SPNV-Züge, die oben an den Bahnsteigen enden und beginnen, weiterhin als RB oder RE geführt werden. Gut, davon gibt es heute einige wenige Ausnahmen (S30, zeitweise S10), aber im Prinzip sind damit klare Grenzen gesetzt. Dass man innerhalb des Ballungsraumes Leipzig/Halle auch die S8 dazu zählt, dürfte einigermaßen verständlich sein. Lediglich bei S7, S9 und S11 könnte man darüber streiten, ob die unbedingt als S-Bahn zu bezeichnen wären.
Schon sind wir bei der Frage, was aus der S4 hinter Torgau oder Falkenberg oder der S5 hinter Markkleeberg wird. Endstelle und Umsteigen in eine RB ist ja keine Alternative, ein Wechsel der Linie mitten in ihrem Verlauf bringt nur Irritationen mit sich. Und was würde sich ändern, wenn die Hamster von Zwickau kommend mit der einstigen Linienbezeichnung als RE8 (jetzt S5X) und als RB130 (jetzt S5) den Tunnel erreichen und unter dieser Bezeichnung mit gleicher Haltekonzeption nach Halle fahren?? Wird dann in Leipzig aus der RB130 ein RE130 oder fährt der dann als RE8 weiter?? Oder beide Linien mutieren zum RE5 nach Halle?? Das gäbe nur ein Durcheinander im Tunnel und Irritationen für die Fahrgäste. Einzig die Freaks mit ihrer selbsternannten Definition wären zufrieden. Aber für die wird der Verkehr nicht geplant und durchgeführt.
Du hast aber schon mitbekommen, dass ein Halbstundentakt mit abwechselndem Endpunkt Merseburg und Naumburg das Ziel bei der S6 ist?? Also nennen wir die Züge jetzt wieder RB125 und benennen sie in vielleicht zwei bis drei Jahren zur S6 um?? Städtische Erschließung ist bei der S6 ab nächstem Fahrplanjahr für Innenstadt, Südvorstadt bis Stötteritz auf alle Fälle gegeben.


Ja die Situation nach Zwickau ist kompliziert. Das wäre tatsächlich eine der wenigen genannten Strecken wo die S-Bahn trotz der länge so Sinn macht wie sie ist. Wohlgemerkt wie sie ist, nicht wie sie werden soll. Nach Plauen und Glauchau sollte es einen Regio im 2h Takt mit Flügelung geben der nur Connewitz, Markkleeberg, Altenburg und Werdau hält. Über den Güterring fährt man von oben in den Hbf. Das wäre ein sinnvolles Konzept statt die S-Bahn immer länger und immer weiter fahren zu lassen weil's dann eben keine S-Bahn mehr ist

Das gleiche Spiel nach Falkenberg. RE10 und RE11 ohne Flügelung im Zweistundentakt so dass sich ein Stundentakt ergibt. Weil Regio und S-Bahn alternierend gibt je länger die Strecke ist immer weitere Taktabweichungen. Einstundentakt mit RE und sinnvollen Anschlüssen zur S-Bahn wäre sinnvoller als 3 verschiedene S-Bahn Endpunkte in der Richtung, halbstündlich bis Eilenburg stündlich bis Torgau und RE so dass sich auch bis Torgau etwas ein Halbstundentakt ergibt

Ein Umstieg nur um die S-Bahn nicht weiter fahren zu lassen (genauso wie der Abfall mit der S6 und dem RB20) ist absolut am Ziel vorbei geschossen, drum sagte ich ja auch dass die s3 nach Geithain noch zählt weil es eben nur ein kurzer Stummel ist wo man den Umstieg ersparen will. Gibt's in München zur Kreuzsstraße oder NRW ja auch. Aber die S-Bahn als einzigen Verkehr auf Langlaufenden Strecken anzubieten ist manchmal einfach Mist

Für all diese Maßnahmen müsste man natürlich Geld in die Hand nehmen, wenn man sich die Auslastung der Züge ansieht wäre es aber gar nicht mal so eine Fehlinvestition

Und wie du schon sagtest die s6 SOLL verdichtet werden. Dann SOLLTE die auch eine S-Bahn werden, weil so wie die s6 jetzt ist vergrault man nur Kunden

Und vor allem sollte man aufhören die ganzen regios einfach nur umzubenennen, vor allem S7, S9 und S11 hätte es nicht gebraucht. Bald dürfen wir uns auf S12 Dessau-Wittenberg, S13 nach Magdeburg und S50X nach Dresden freuen wenn das so weitergeht. Nur weil man vorne ein grünes S draufmalt wird's nicht besser
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MD 612

Zitat von: klm am Sonntag, 01. März 2026, 12:32:32Nein, es bestand absolut keine Notwendigkeit, den jetzt in S6 umtaufen zu müssen, zumal er eben nicht den Tunnel bedient.
Nennen wir sie also in diesem Jahr RB125 und nach einem Jahr S6, weil sie dann durch den Tunnel fährt?? Noch mehr Durcheinander geht ja nicht...

Zitat von: klm am Sonntag, 01. März 2026, 12:32:32Aber S-Bahn und Stundentakt das beißt sich ganz einfach.
Was beißt sich da mit wem??

Zitat von: klm am Sonntag, 01. März 2026, 12:32:32Von mir aus hätte er auch weiter RE15 heißen können
Den RE15 gibt es nach wie vor noch, der ist mit der S6 nicht verschwunden. Gehört also hier nicht in die Diskussion.

Zitat von: Draconia111 am Sonntag, 01. März 2026, 13:05:47Nach Plauen und Glauchau sollte es einen Regio im 2h Takt mit Flügelung geben der nur Connewitz, Markkleeberg, Altenburg und Werdau hält. Über den Güterring fährt man von oben in den Hbf.
Welchen Mehrwert würde das bieten, gerade für Plauen?? Kein Anschluss in die Innenstadt bei längerer Fahrzeit zum Hauptbahnhof?? Und die paar Hanseln, die nach Meerane und Glauchau wollen, machen einen ganzen RE voll?? Und vor allem, wer finanziert diese extra Leistungen?? Beschäftige Dich mal mit den Realitäten, eh Du uns weiter die Auswüchse selbst erdachter S-Bahn-Definitionen schmackhaft machen willst...

Zitat von: Draconia111 am Sonntag, 01. März 2026, 13:05:47RE10 und RE11 ohne Flügelung im Zweistundentakt so dass sich ein Stundentakt ergibt.
Auch hier, wer finanziert diese extra Leistungen?? Die fehlende Finanzierung war ja der Grund, den RE10 und RE11 bis Falkenberg vereinigt zu fahren.

Zitat von: Draconia111 am Sonntag, 01. März 2026, 13:05:47genauso wie der Abfall mit der S6 und dem RB20
Was ist daran Abfall?? Eine RB20 ist eine Regionalbahn, gemäß Eurer Prinzipienreiterei also ein Zug zur Erschließung der Fläche und nicht für langlaufenden durchgehenden Verkehr gedacht. Also kann man sie auch brechen und als S6 in Leipzig durch den Tunnel fahren. Wenn genügend Potenzial vorhanden ist (was erkennbar ist), dann können die beteiligten Aufgabenträger gerne eine durchgehende RE-Linie Erfurt - Leipzig bestellen, die alternierend zum RE15 von/nach Saalfeld fährt und gemeinsam mit diesem einen Stundentakt Naumburg - Leipzig bildet.

Zitat von: Draconia111 am Sonntag, 01. März 2026, 13:05:47Aber die S-Bahn als einzigen Verkehr auf Langlaufenden Strecken anzubieten ist manchmal einfach Mist
Ich frage Dich nochmal, weil die Antwort immer noch aussteht: Was ändert sich für die Fahrgäste zum Besseren, wenn eine Zugleistung als RB oder RE statt als S-Bahn bezeichnet wird?? Richtig, nichts, außer ein Durcheinander von Linien wegen der Prinzipienreiterei einiger weniger Bahnfreaks.
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leipziger17

An die Admins: Könnt ihr bitte den Thread hier etwas aufräumen und alle Beiträge ab 28.Februar in einen separaten Thread verschieben? Der Fahrzeug-Bereich ist logischerweise der falsche Bereich für solche Themen.

AntenneKL

Gute Nachricht heute aus der LVZ. Zur Buchmesse verstärkt eine neue S20 den Abschnitt Hbf. - Messe, also sozusagen als Ersatz für die frühere S6. Schade, dass aber der Betrieb nicht durch den Tunnel bis beispielsweise Gaschwitz geführt wird. Trotzdem ist die Verstärkung gut. Betrieben wird die S20, so die LVZ,  von Abellio mit 5-Teilern.