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#21
Fahrzeuge / Antw:S-Bahn Mitteldeutschland ...
Letzter Beitrag von Draconia111 - Samstag, 28. Februar 2026, 20:58:05
Zitat von: AntenneKL am Samstag, 28. Februar 2026, 20:38:04Ob die ganze minutengenaue Kuppelei bei der S5 bzw. S5X funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Skepsis ist mehr als angesagt. Was passiert bei Verspätungen, z.B. aus Plauen aus unterschiedlichsten Gründen? Wartet man dann und bringt im Citytunnel das ganze System durcheinander? Oder wenn Fahrzeuge fehlen, also bei Enzeltraktion, geht es dann nach Zwickau oder nach Plauen? Sehr schade auch, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 26 die einigermaßen S-Bahn ähnlichen Angebote der Vergangenheit nicht wieder hergestellt werden, also der 15 Minuten-Takt nach Grünau, der im ursprünglichen Konzept immer angestrebt wurde, oder der brauchbare Takt zwischen Messe und Gaschwitz, u.a. auch mit der alten S6 und Halten in Nord und Essener Straße. Auch war die zeitgleich und damit umsteigefreundliche Ankunft der S2 und S8 in Bitterfeld eigentlich eine gute Sache, die viele vermissen und so leider nicht reaktiviert wird. Auch wenn das viele hier im Forum anders sehen, mit einer richtigen S-Bahn für den Ballungsraum Leipzig-Halle hat das alles nichts zu tun, auch wenn an den neuen Fahrzeugen wieder das grüne "S" drangeklebt wird ... Schade.

Man sollte es einfach eine S-Bahn sein lassen und nicht auf Krampf jeden Regio in den City-Tunnel stopfen. Bei Grimma gehe ich ja noch mit aber wieso müssen Züge aus Zwickau oder Naumburg unbedingt in den tunnel, und der geplante Quatsch mit Zeitz/Gera erschließt sich mir auch nicht ...

Die Aufgabe der s4 und Ersatz durch den re11 war ein absolut sinnvoller Schritt, etwas ähnliches würde ich mir auch für die s5 wünschen. Ist zwar schön dass es Direktzüge nach Plauen gibt aber mit Halt an jedem kuhkaff gewinnt man nur wenig neue Fahrgäste
#22
Fahrzeuge / Antw:S-Bahn Mitteldeutschland ...
Letzter Beitrag von AntenneKL - Samstag, 28. Februar 2026, 20:38:04
Ob die ganze minutengenaue Kuppelei bei der S5 bzw. S5X funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Skepsis ist mehr als angesagt. Was passiert bei Verspätungen, z.B. aus Plauen aus unterschiedlichsten Gründen? Wartet man dann und bringt im Citytunnel das ganze System durcheinander? Oder wenn Fahrzeuge fehlen, also bei Einzeltraktion, geht es dann nach Zwickau oder nach Plauen? Sehr schade auch, dass mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 26 die einigermaßen S-Bahn ähnlichen Angebote der Vergangenheit nicht wieder hergestellt werden, also der 15 Minuten-Takt nach Grünau, der im ursprünglichen Konzept immer angestrebt wurde, oder der brauchbare Takt zwischen Messe und Gaschwitz, u.a. auch mit der alten S6 und Halten in Nord und Essener Straße. Auch war die zeitgleich und damit umsteigefreundliche Ankunft der S2 und S8 in Bitterfeld eigentlich eine gute Sache, die viele vermissen und so leider nicht reaktiviert wird. Auch wenn das viele hier im Forum anders sehen, mit einer richtigen S-Bahn für den Ballungsraum Leipzig-Halle hat das alles nichts zu tun, auch wenn an den neuen Fahrzeugen wieder das grüne "S" drangeklebt wird ... Schade.
#23
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von MD 612 - Samstag, 28. Februar 2026, 17:23:14
Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Warum ist die Stimmung so schlecht?
Keine Ahnung, dass musst Du die LVB'ler fragen. Wenn aber 90% der Teilnehmer an den Streikversammlungen für die Verlängerung stimmen, dann sollte man mal fragen, woran das liegt. An so tollen Arbeitsbedingungen wird das nicht liegen...

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Warum ausbaden? Es gibt einen gültigen Tarif- und Arbeitsvertrag. Warum passt das jetzt nicht mehr?
Der Manteltarifvertrag, um den es jetzt geht, ist ausgelaufen. Es muss ein neuer abgeschlossen werden. Und in den wollen die Arbeitgeber nicht nur den Status Quo hineinschreiben, sondern sogar noch Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. Zwei Stunden mehr pro Woche arbeiten für's gleiche Geld, einen Tag weniger Urlaub, weniger Krankengeldzuschuss. Eventuellen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, insbesondere für die im 24/7-Schichtdienst tätigen Fahrer, verweigern die AG sich völlig. Kompromissfähigkeit sieht anders aus. Und zu allem Übel soll die Anbindung des Entgeltes an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes wegfallen. Steht alles in der Zeitung, muss man nur lesen...

Aber steht in den Arbeitsverträgen der Fahrer eigentlich auch drin, dass die keinen festen Arbeitsort haben, sondern ihre Dienste regelmäßig an verschiedenen Orten beginnen und das Dienstende meist auch nicht dort ist, wo der Dienst beginnt?? Steht in den Arbeitsverträgen, dass sie fast jeden Tag ein ganzes Stück Freizeit aufbringen müssen, um zum Dienstende wieder zu ihrem Fahrrad oder zu ihrem Auto zu kommen, mit dem sie zum Dienst gefahren sind?? Schon alleine das rechtfertigt den Kampf um kürzere Arbeitszeiten, diesen Missstand müssen die Kollegen in der Werkstatt und der Verwaltung nämlich nicht hinnehmen.

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Es geht aber auch um den ersten Warnstreik und den Streik am Freitag
An diesen Tagen sind die Leute aber anscheinend ganz gut dorthin gekommen, wohin sie wollten. Es gibt ja Alternativen, und es waren drei Tage Zeit, diese zu finden.

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Und am Montag müssen manche Leute auch vor 6 Uhr zur Arbeit.
Gehen wir mal davon aus, dass sie das können. Der Streikaufruf von ver.di ist betreffs des Streikendes jedenfalls nicht anders formuliert als bei den bisherigen Streiks. Warum die LVB das jetzt anders interpretieren, musst Du deren Chefetage fragen. Wahrscheinlich weil man die Fahrgäste gegen die streikenden Fahrer aufwiegeln will. Toller Laden...

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Das stimmt nicht mal für die schlechten Jahre.
Natürlich stimmt das. "Geht nicht, wollen wir nicht, gibt's nicht" waren immer die Reaktionen der Arbeitgeber im öffentlichen Dienst. Was glaubst Du, warum die Fahrer schon auch bei vergangenen Tarifkonflikten immer wieder gestreikt haben??

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Und jetzt sind in der Stadt Leipzig die Gewerbesteuereinnahmen eingebrochen. Falls du es mitbekommen haben solltest, es gibt eine Haushaltssperre.
Ach Gottchen, da können die Fahrer aber immer noch nichts dafür. Deren Dienste wurden immer weiter verdichtet ("optimiert" nennt man das, dafür werden sogar Computerprogramme geschrieben und genutzt), die Pausen auf das absolute Minimum gekürzt. Dafür wollen die Fahrer jetzt einen Freizeitausgleich in Form der Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Dahingehend verweigern sich die Arbeitgeber komplett, dafür streiken die Fahrer. Das zu Recht. Noch nichtmal einen Kompromiss wollen die Arbeitgeber finden, eher Verschlechterungen durchdrücken, siehe oben.

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Was ihr jetzt macht, ist den Bogen zu überspannen.
Wieso "ihr"?? Ich bin nur Fahrgast.

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Am Ende muss wie in Dresden am Angebot gespart werden,...
Die alte Leier mit den Drohungen hat noch nie geholfen...

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45Wie gesagt, jeder muss den Gürtel enger schnallen und etwas mehr Solidarität nicht nur unter euch Fahrern sondern auch mit den Bürgern, euren Arbeitgebern, anderen Unternehmensbeschäftigten und den Geldgebern täte gut.
Nochmal, "Euch Fahrern" trifft hier den Falschen. Ich übe als Bürger und Fahrgast eher Solidarität mit den Fahrern, so wie viele andere Menschen in der Stadt auch. Schnallen die LVB-Bosse, Stadträte und Bürgermeister eigentlich auch den Gürtel enger?? So als Vorbildwirkung und so...

Zitat von: klm am Samstag, 28. Februar 2026, 16:03:06Freitag, 27. Februar 2026, ab 3 Uhr, bis Montag, 02. März 2026, bis ca. 6 Uhr.
Beim betreffs des Streikendes gleich formulierten ursprünglichen Streikaufruf hatte die LVB nur von Streik am Freitag und Sonnabend geschrieben, am Sonntag früh sollten Busse und Bahnen wieder planmäßig fahren. Das wird nach jetzigem Stand am Montag früh genauso sein. Wie auch beim vorherigen Streik. Siehe oben...
#24
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von klm - Samstag, 28. Februar 2026, 16:03:06
Aktueller Stand lt. l.de:
Freitag, 27. Februar 2026, ab 3 Uhr, bis Montag, 02. März 2026, bis ca. 6 Uhr.
Kann natürlich sein, dass... (wegen schlechter Stimmung im Unternehmen)
#25
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von Lößniger - Samstag, 28. Februar 2026, 15:18:31
Mal ne Frage: fährt denn Montag wieder was, oder erst Dienstag?

Werde aus dem Lvz Ticker nicht schlau.
Dort steht: "Streik bis Montag verlängert".
#26
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von Netzer - Samstag, 28. Februar 2026, 15:07:45
Zitat von: MD 612 am Samstag, 28. Februar 2026, 13:45:20Es war nicht ver.di (wer ist in diesem Falle ver.di?? Das sind die von den Mitgliedern gewählten Gremien), es waren die Fahrer, die auf einer Streikversammlung am Freitag die Ausdehnung des Streiks auf den Sonntag beschlossen haben. Ich würde mal sagen, das sagt einiges über die Stimmung im Unternehmen aus...

Wo genau liegt denn das Problem? Es gab doch erst massive Lohnverbesserungen vor einiger Zeit. Warum ist die Stimmung so schlecht?


Zitat von: MD 612 am Samstag, 28. Februar 2026, 13:45:20Das sollen jetzt die Fahrer ausbaden??

Warum ausbaden? Es gibt einen gültigen Tarif- und Arbeitsvertrag. Warum passt das jetzt nicht mehr?

Zitat von: MD 612 am Samstag, 28. Februar 2026, 13:45:20Wer ist denn am Sonntag auf den ÖPNV angewiesen?? Alte Leute, die zum Arzt wollen, Schüler, die in die Schule müssen, Werktätige, die auf Arbeit müssen??

Jo. Es geht aber auch um den ersten Warnstreik und den Streik am Freitag. Und am Montag müssen manche Leute auch vor 6 Uhr zur Arbeit.


Zitat von: MD 612 am Samstag, 28. Februar 2026, 13:45:20Seit Jahrzehnten meinen die Kommunen bei Tarifkonflikten behaupten zu müssen, dass sie kein Geld für ihre Beschäftigten haben. Kann man nicht mehr Ernst nehmen...

Das stimmt nicht mal für die schlechten Jahre. Da gab es immer Inflationsanpassungen. Und jetzt sind in der Stadt Leipzig die Gewerbesteuereinnahmen eingebrochen. Falls du es mitbekommen haben solltest, es gibt eine Haushaltssperre. Es ist schlicht kein Geld da. Was ihr jetzt macht, ist den Bogen zu überspannen. Am Ende muss wie in Dresden am Angebot gespart werden, weil die Ticketpreise auch nicht unendlich hochgeschraubt werden dürfen und es drohen dann auch betriebsbedingte Kündigungen bei der LVB, abgesehen vom Imageschaden und Vertrauensverlust der Bürger.


Zitat von: MD 612 am Samstag, 28. Februar 2026, 13:45:20Wie wäre es denn, mal genauer hinzuschauen, welchen Anteil die Arbeitgeber an der Eskalation des Konfliktes tragen?? Bisher hört man nur "Geht nicht, wollen wir nicht, gibt's nicht". Und darüber hinaus fordern die doch tatsächlich noch die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen (40- statt 38-Stundenwoche, einen Tag Urlaub weniger). Ist das etwa ein Kompromissangebot?? Wie wäre es denn mal, auch nur ansatzweise auf die Forderungen von ver.di einzugehen, ein dahingehendes Kompromissangebot vorzulegen, welches den Namen auch verdient, und damit überhaupt erstmal die Grundlage für Verhandlungen zu schaffen??

Wie gesagt, jeder muss den Gürtel enger schnallen und etwas mehr Solidarität nicht nur unter euch Fahrern sondern auch mit den Bürgern, euren Arbeitgebern, anderen Unternehmensbeschäftigten und den Geldgebern täte gut.
#27
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von MD 612 - Samstag, 28. Februar 2026, 13:45:20
Zitat von: klm am Samstag, 28. Februar 2026, 09:00:12Ich weiß nicht, ob sich ver.di dessen bewusst ist, dass durch solche spontanen Streikverlängerungen die Stimmung (die bisher ja recht gewerkschaftsfreundlich ist) sehr schnell auch kippen kann.
Es war nicht ver.di (wer ist in diesem Falle ver.di?? Das sind die von den Mitgliedern gewählten Gremien), es waren die Fahrer, die auf einer Streikversammlung am Freitag die Ausdehnung des Streiks auf den Sonntag beschlossen haben. Ich würde mal sagen, das sagt einiges über die Stimmung im Unternehmen aus...

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 09:23:45Es fühlt sich an, als würde ver.di völlig ausblenden, in welcher Lage viele Städte gerade wirklich stecken.
Das sollen jetzt die Fahrer ausbaden??

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 09:23:45Was mich emotional besonders trifft, ist die Rücksichtslosigkeit gegenüber den Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind.
Wer ist denn am Sonntag auf den ÖPNV angewiesen?? Alte Leute, die zum Arzt wollen, Schüler, die in die Schule müssen, Werktätige, die auf Arbeit müssen??

Zitat von: Netzer am Samstag, 28. Februar 2026, 09:23:45Wenn Kommunen offen sagen, dass sie kaum noch Spielraum haben
Seit Jahrzehnten meinen die Kommunen bei Tarifkonflikten behaupten zu müssen, dass sie kein Geld für ihre Beschäftigten haben. Kann man nicht mehr Ernst nehmen...

Wie wäre es denn, mal genauer hinzuschauen, welchen Anteil die Arbeitgeber an der Eskalation des Konfliktes tragen?? Bisher hört man nur "Geht nicht, wollen wir nicht, gibt's nicht". Und darüber hinaus fordern die doch tatsächlich noch die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen (40- statt 38-Stundenwoche, einen Tag Urlaub weniger). Ist das etwa ein Kompromissangebot?? Wie wäre es denn mal, auch nur ansatzweise auf die Forderungen von ver.di einzugehen, ein dahingehendes Kompromissangebot vorzulegen, welches den Namen auch verdient, und damit überhaupt erstmal die Grundlage für Verhandlungen zu schaffen??
#28
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von Netzer - Samstag, 28. Februar 2026, 09:23:45
Sehe ich ähnlich und ich merke bei diesem Streik inzwischen eine Mischung aus Frust, Unverständnis und auch einer gewissen Enttäuschung. Es fühlt sich an, als würde ver.di völlig ausblenden, in welcher Lage viele Städte gerade wirklich stecken. Die Kommunen kämpfen mit wegbrechenden Gewerbesteuereinnahmen, sie müssen an allen Ecken sparen und trotzdem wird so getan, als gäbe es einen selbstverständlichen Anspruch auf mehr Geld, mehr Personal, mehr Leistungen. Für mich wirkt das fast schon realitätsfern. Geld fällt nicht vom Himmel sondern ist Ausdruck von Vertrauen, das Bürger und Fahrgäste in ein funktionierendes System setzen. Und dieses Vertrauen wird gerade mit jedem Streiktag weiter beschädigt.

Was mich emotional besonders trifft, ist die Rücksichtslosigkeit gegenüber den Menschen, die auf den ÖPNV angewiesen sind. Es sind nicht die Arbeitgeber, die morgens im Regen stehen, sondern Schüler, Pendler, ältere Menschen, Menschen ohne Auto. Ganze Städte stehen still und am Ende bleibt das Gefühl, dass diejenigen, die ohnehin schon genug Belastungen im Alltag haben, die Hauptlast dieses Konflikts tragen. Das ist schwer zu akzeptieren, vor allem wenn man selbst erlebt, wie chaotisch und anstrengend solche Tage werden.

Natürlich weiß ich, dass die Beschäftigten im ÖPNV einen harten Job haben und dass ihre Sorgen berechtigt sind. Aber ich frage mich, ob dieser Weg wirklich der richtige ist. Wenn Kommunen offen sagen, dass sie kaum noch Spielraum haben, dann wirkt ein immer härterer Streikkurs eher wie ein Kampf gegen Windmühlen und gleichzeitig wie ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die den ÖPNV eigentlich stärken wollen. Es entsteht der Eindruck, dass ver.di Forderungen stellt, ohne die wirtschaftliche Realität mitzudenken und das die Folgen für die Allgemeinheit dabei zweitrangig sind.

Am Ende bleibt bei mir das Gefühl, dass hier ein Anspruchsdenken entstanden ist, das nicht mehr zur Lage passt. Wer mehr Geld fordert, muss auch anerkennen, dass dieses Geld erst verdient werden muss von den Menschen, die gerade unter den Streiks leiden. Und genau dieses Missverhältnis zwischen Anspruch und Realität macht mich wütend, aber auch traurig, weil es das Vertrauen in ein ohnehin angeschlagenes System weiter untergräbt.
#29
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von klm - Samstag, 28. Februar 2026, 09:00:12
Ich weiß nicht, ob sich ver.di dessen bewusst ist, dass durch solche spontanen Streikverlängerungen die Stimmung (die bisher ja recht gewerkschaftsfreundlich ist) sehr schnell auch kippen kann. Erst hieß es Freitag, dann recht schnell Freitag und Sonnabend, jetzt fällt denen ein: och, wir hängen mal eben noch den Sonntag dran. Das kanns ja wohl nicht sein. So ärgert man nicht die Arbeitgeber, sondern die Kunden. Das ist ja wohl eher nicht Sinn und Zweck eines Warnstreiks. Wenn ich von Freitag bis Sonntag streiken will, dann sollte ich das verdammt nochmal auch von Anfang an so kommunizieren und nicht scheibchenweise damit rumkommen.
#30
Leipzig / Antw:Aktuelle Verhandlungen de...
Letzter Beitrag von Netzer - Samstag, 28. Februar 2026, 08:22:08