Bahnverkehr Region Mitteldeutschland

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leipziger17

Die LVZ hat heute mal wieder ein Update zur Reaktivierung der Muldentalbahn gegeben. Weiterhin untersucht wird die Reaktivierung der Abschnitte Großbothen-Colditz und Rochlitz-Narsdorf. Die Studie dafür liegt aber immer noch nicht vor.

Der mittlere Abschnitt Colditz-Rochlitz wurde mittlerweile leider aus den Untersuchungen gestrichen.

(Btw.: Ich eröffne hier einen separaten Thread, da es Leipzig nicht direkt betrifft)

Baedeker

Danke fürs Teilen. Ohne Durchbindung in ein Zentrum werden die Teilstücke kaum genug Potential aufbringen können. Wenn man auf den durchgehenden Verkehr verzichten möchte, bleibt die Orientierung von Rochlitz primär Richtung Chemnitz und von Colditz Richtung Leipzig. Da lässt man einiges an Potential liegen. Eine RB Leipzig - Chemnitz über diesen Weg wär mal ne Revolution; bleibt man beim Flickenteppich seh ich allenfalls für Großbothen - Colditz Aussicht auf Erfolg.

leipziger17

#2
Der Nordabschnitt der Ausbaustrecke Chemnitz-Leipzig wird eventuell doch nicht komplett zweigleisig ausgebaut. Das berichtet die Freie Presse heute.

Das wäre schade. Eigentlich müsste man bis mind. Bad Lausick eine S-Bahn im 30-Minuten-Takt fahren lassen. Weitere Stationen im Leipziger Stadtgebiet würden sich auch anbieten.

TLpz

Zitat von: leipziger17 am Dienstag, 20. Januar 2026, 21:29:23Weitere Stationen im Leipziger Stadtgebiet würden sich auch anbieten.

Wo im Leipziger Stadtgebiet? Da ist alle Nase lang ein Haltepunkt. Einzig Volkmarsdorf wäre denkbar, aber ob das realistisch wäre?

Draconia111

#4
Soweit ich weiß soll es in Sellerhausen irgendwann einen zusätzlichen Bahnsteig geben. Da es hinter dem Haltepunkt keine Gleisverbindung gibt kann die RB113 an den bestehenden nicht halten und die RB110 kommt ja nächstes Jahr (Gott sei Dank) weg

Zitat von: TLpz am Mittwoch, 21. Januar 2026, 08:21:09Wo im Leipziger Stadtgebiet? Da ist alle Nase lang ein Haltepunkt. Einzig Volkmarsdorf wäre denkbar, aber ob das realistisch wäre?

Haltepunkte in Leipzig haben wir, vor allem an dieser Strecke, wirklich genug. Volkmarsdorf macht nicht wirklich Sinn, die Strecke liegt zu weit ab vom Schuss da biste mit der LVB genauso schnell irgendwo. Baulich am ehesten Sinn machen würde der Haltepunkt unterhalb der Bahnbrücke zwischen Volkmarsdorf und Schönefeld. Damit spricht man aber allenfalls ein paar Leute aus dem Bereich Mockau Post an oder Umsteiger der Buslinien die in Richtung Grimma wollen. Wie viele wären das schon? In die Stadt wäre für Umsteiger im Stundentakt unattraktiv da steigt man einfach Eisenbahnstraße aus und wartet 5 min auf die erstbeste Bahn.

Ich sehe deutlich dringender Projekte, genauso wie bei dem Haltepunkt in Sellerhausen der auch eher entbehrlich ist aber dort wäre es kein nennenswerter Umstand an der RB113 noch eine Kante zu setzen Platz ist da genug

Ein anderer dankbarer Haltepunkt wäre für mich höchstens die ehemalige Haltestelle im Industriegebiet an der S1 zwischen Leutsch und Lindenau oder eine Haltestelle in Althen immerhin liegt der Ort ohnehin an der Bahn. Die Auslastung der 73 wurde ich nicht als Kriterium für ein pauschales nein geben, viel Nachfrage entstehen oft erst bei einem bestehenden Angebot. Und das ist eben nicht wirklich vorhanden in der Ecke mit einem Stundentakt lediglich unter der Woche ohne Spät- oder Wochenendverkehr

Was ich am sinnvollsten und wichtigsten fände wären Bahnsteige für die S4 in Paunsdorf, auch wenn dies baulich nicht so einfach wird
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nicpe

Zitat von: TLpz am Mittwoch, 21. Januar 2026, 08:21:09Wo im Leipziger Stadtgebiet? Da ist alle Nase lang ein Haltepunkt. Einzig Volkmarsdorf wäre denkbar, aber ob das realistisch wäre?

Was ist mit Paunsdorf , Mölkau, Holzhausen  und Liebertwolwitz.
Alles Haltepunkte im Stadtgebiet.

Draconia111

Zitat von: nicpe am Freitag, 23. Januar 2026, 17:19:59Was ist mit Paunsdorf , Mölkau, Holzhausen  und Liebertwolwitz.
Alles Haltepunkte im Stadtgebiet.

Die gibt's aber schon. Es ging um neue Haltepunkte
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Baedeker

Zitat von: Draconia111 am Mittwoch, 21. Januar 2026, 11:17:43Haltepunkte in Leipzig haben wir, vor allem an dieser Strecke, wirklich genug. Volkmarsdorf macht nicht wirklich Sinn, die Strecke liegt zu weit ab vom Schuss da biste mit der LVB genauso schnell irgendwo.

Baulich am ehesten Sinn machen würde der Haltepunkt unterhalb der Bahnbrücke zwischen Volkmarsdorf und Schönefeld. Damit spricht man aber allenfalls ein paar Leute aus dem Bereich Mockau Post an oder Umsteiger der Buslinien die in Richtung Grimma wollen. Wie viele wären das schon? In die Stadt wäre für Umsteiger im Stundentakt unattraktiv da steigt man einfach Eisenbahnstraße aus und wartet 5 min auf die erstbeste Bahn.

Seh ich anders. An der Herrmann-Liebmann-Brücke gab es bereits für mehr als 100 Jahre den Haltepunkt Leipzig Ost, der mit der Stilllegung der Verbindungsbahn nach Connewitz 2012 außer Betrieb ging. Mit einer vernünftigen Taktung würde der bei der kompakten Wohn- und Gewerbebebauung durchaus Wirkung entfalten. Mit der Begründung könntest du auch Halte wie Mockauer oder Essener Straße in Frage stellen.

ZitatIch sehe deutlich dringender Projekte, genauso wie bei dem Haltepunkt in Sellerhausen der auch eher entbehrlich ist aber dort wäre es kein nennenswerter Umstand an der RB113 noch eine Kante zu setzen Platz ist da genug

Bei Sellerhausen wär in meinen Augen die Überlegung, ihn an die Torgauer Straße zu ziehen und dort eine Verknüfung zur Straßenbahn zu schaffen.

ZitatEin anderer dankbarer Haltepunkt wäre für mich höchstens die ehemalige Haltestelle im Industriegebiet an der S1 zwischen Leutsch und Lindenau oder eine Haltestelle in Althen immerhin liegt der Ort ohnehin an der Bahn. Die Auslastung der 73 wurde ich nicht als Kriterium für ein pauschales nein geben, viel Nachfrage entstehen oft erst bei einem bestehenden Angebot. Und das ist eben nicht wirklich vorhanden in der Ecke mit einem Stundentakt lediglich unter der Woche ohne Spät- oder Wochenendverkehr

Was ich am sinnvollsten und wichtigsten fände wären Bahnsteige für die S4 in Paunsdorf, auch wenn dies baulich nicht so einfach wird

Was Althen angeht, stimme ich dir zu. Der alte Haltepunkt Industriegelände West liegt tatsächlich weitab. Ich kenne den Haltepunkt noch von vor Jahren, als ich dort für einen Ferienjob täglich ein- und ausgestiegen bin. Trotz damals schon komfortablen 30'-Takt, war ich dort stets einziger Ein-/Aussteiger. Das Gewerbegebiet hat sich seitdem kaum entwickelt, zudem ist sie Anbindung grauenvoll, meines Wissens ging da ein Trampelpfad durch ne Kleingartensparte. Der neue Knotenpunkt am S-Bf Leutzsch ist für die Gegend maßgebend. Paunsdorf an der jetzigen S4 wär meines Erachtens nice to have, aber für den Aufwand nicht notwendig. Im Gegensatz zu Sellerhausen oder Volkmarsdorf ist dort eine nur lockere Bebauung und ein bereits vorhandener Haltepunkt für RB/zunkünftig S-Bahn.

horizon

Ist zwar überhaupt nicht in der besprochenen Region, aber eine Anbindung mit Haltepunkt in Wiederitzsch Höhe Dachauer Straße wäre vielleicht sinnvoll. Gab es dazu mal Pläne?

SvenLE

Zitat von: Baedeker am Sonntag, 25. Januar 2026, 10:41:01Der alte Haltepunkt Industriegelände West liegt tatsächlich weitab. Ich kenne den Haltepunkt noch von vor Jahren, als ich dort für einen Ferienjob täglich ein- und ausgestiegen bin. Trotz damals schon komfortablen 30'-Takt, war ich dort stets einziger Ein-/Aussteiger. Das Gewerbegebiet hat sich seitdem kaum entwickelt, zudem ist sie Anbindung grauenvoll, meines Wissens ging da ein Trampelpfad durch ne Kleingartensparte. Der neue Knotenpunkt am S-Bf Leutzsch ist für die Gegend maßgebend.

Es ist ein beleuchteter öffentlicher Weg, der zur Ludwig-Hupfeld-Str. führt. Er ist auch heute noch vorhanden. Ich kann mich entsinnen, dass es eine Fußgängerbrücke gab, damit man den östlichen Bahnsteig erreichen konnte. Ein Zugang von östlicher Seite ist mir nicht bekannt.

Ein Haltepunkt heute würde sich an der Rückmarsdorfer Str. befinden. Den sehe ich aber auch nicht als sinnvoll an, da dieser zu wenige Potential entfalten würde. Einen Busanschluss sehe ich auch in Zukunft nicht gegeben.


Zitat von: horizon am Sonntag, 25. Januar 2026, 12:37:25Ist zwar überhaupt nicht in der besprochenen Region, aber eine Anbindung mit Haltepunkt in Wiederitzsch Höhe Dachauer Straße wäre vielleicht sinnvoll.

Da gibt es heute und in Zukunft kein Personenverkehr. Zu DDR-Zeiten hielten hier die Züge nach Halle.

MD 612

#10
Zitat von: leipziger17 am Dienstag, 20. Januar 2026, 21:29:23Eigentlich müsste man bis mind. Bad Lausick eine S-Bahn im 30-Minuten-Takt fahren lassen. Weitere Stationen im Leipziger Stadtgebiet würden sich auch anbieten.
Welche sollten das denn sein??

Zitat von: Draconia111 am Mittwoch, 21. Januar 2026, 11:17:43Volkmarsdorf macht nicht wirklich Sinn, die Strecke liegt zu weit ab vom Schuss da biste mit der LVB genauso schnell irgendwo. Baulich am ehesten Sinn machen würde der Haltepunkt unterhalb der Bahnbrücke zwischen Volkmarsdorf und Schönefeld.
Ich nehme an, Du meinst die Hermann-Liebmann-Brücke?? Das wäre die einzige, die mir da gerade einfällt. Nur war gerade dort unter der Brücke der einstige Haltepunkt Volkmarsdorf an den Gleisen der Strecke nach Bad Lausick - Geithain - Karl-Marx-Stadt. Wo hattest Du einen neuen Haltepunkt Volkmarsdorf verortet??

Zitat von: Draconia111 am Mittwoch, 21. Januar 2026, 11:17:43Damit spricht man aber allenfalls ein paar Leute aus dem Bereich Mockau Post an oder Umsteiger der Buslinien die in Richtung Grimma wollen.
Was hat ein Haltepunkt unter der Hermann-Liebmann-Brücke mit Mockau Post und den Buslinien nach Grimma zu tun?? Mockau Post ist mit dem S-Bahn-Haltepunkt Mockauer Straße an der S4 versorgt, Busse Richtung Grimma fahren weitab von der Hermann-Liebmann-Brücke.

Zitat von: Draconia111 am Mittwoch, 21. Januar 2026, 11:17:43Ein anderer dankbarer Haltepunkt wäre für mich höchstens die ehemalige Haltestelle im Industriegebiet an der S1 zwischen Leutsch und Lindenau oder eine Haltestelle in Althen immerhin liegt der Ort ohnehin an der Bahn.
Der alte Haltepunkt Industriegelände West hatte schon zu seinen Bestandszeiten kein Potenzial mehr, Teile seines Einzugsgebietes werden vom Bahnhof Leutzsch am jetzigen Standort besser versorgt. Althen ist tatsächlich noch immer im Nahverkehrsplan des ZVNL enthalten und wartet weiter auf seine Verwirklichung. Da sehe ich auch Potenzial.

Zitat von: Draconia111 am Mittwoch, 21. Januar 2026, 11:17:43Was ich am sinnvollsten und wichtigsten fände wären Bahnsteige für die S4 in Paunsdorf, auch wenn dies baulich nicht so einfach wird
Gut und wichtig wäre auch ein Haltepunkt in Stünz an der S4 zwischen Cunnersdorfer und Zweenfurther Straße gewesen. Aber den hat man sich mit der Erneuerung der Brücken dort und der damit in Zusammenhang stehenden Streckensanierung endgültig verbaut.

Zitat von: Baedeker am Sonntag, 25. Januar 2026, 10:41:01An der Herrmann-Liebmann-Brücke gab es bereits für mehr als 100 Jahre den Haltepunkt Leipzig Ost, der mit der Stilllegung der Verbindungsbahn nach Connewitz 2012 außer Betrieb ging. Mit einer vernünftigen Taktung würde der bei der kompakten Wohn- und Gewerbebebauung durchaus Wirkung entfalten.
Wirklich viel los war an beiden Haltepunkten selbst zu ihren besten Zeiten nie. Von daher ist deren Verlust zu verschmerzen. Heute reden wir allenfalls von einem Bahnsteig an der Strecke nach Chemnitz für die RB113, also eine stündliche Bedienung. Damit lockt man niemanden hinter'm Ofen vor. Zumal man, wenn man wöllte, die RB113 von Geithain kommend am Haltepunkt Werkstättenstraße über die Trasse der einstigen Güterzugverbindung zur Engelsdorfer Einfahrgruppe am Westberg und dort weiter Richtung Stötteritz führen und dort mit der geplanten S6 verbinden könnte. So hätte man mit einer S6 Geithain - Bad Lausick - CTL - Naumburg/Merseburg eine weitere Durchgangslinie durch den Tunnel.

Zitat von: Baedeker am Sonntag, 25. Januar 2026, 10:41:01Mit der Begründung könntest du auch Halte wie Mockauer oder Essener Straße in Frage stellen.
Immerhin haben beide Haltepunkte im Gegensatz zu einem Haltepunkt Volkmarsdorf Halbstundentakte.

Zitat von: Baedeker am Sonntag, 25. Januar 2026, 10:41:01Im Gegensatz zu Sellerhausen oder Volkmarsdorf ist dort [Hp. Paunsdorf] eine nur lockere Bebauung und ein bereits vorhandener Haltepunkt für RB/zunkünftig S-Bahn.
Paunsdorf wird ab Dezember 2026 nur noch von der RB113 bedient, da die RB110 Bestandteil der verlängerten S1 wird.

Zitat von: SvenLE am Sonntag, 25. Januar 2026, 12:56:40[Industriegelände West:] Ich kann mich entsinnen, dass es eine Fußgängerbrücke gab, damit man den östlichen Bahnsteig erreichen konnte. Ein Zugang von östlicher Seite ist mir nicht bekannt.
Keine Fußgängerbrücke, sondern ein Tunnel am nördlichen Bahnsteigende des westlichen Bahnsteiges, die Zugänge müssten dort noch auszumachen sein. Von dort gab es mEn. eine Wegeverbindung zur Franz-Flemming-Straße, aber auch noch eine weitere durch die Gärten zur Rudolf-Hartig-Straße (heute Ludwig-Hupfeld-Straße).


Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Draconia111

#11
Sorry ich war bissl neben der Spur ich meinte stannebeinplatz und die Umsteiger von dort ka wie ich auf Mockau gekommen bin. Und genau da unter der Brücke meinte ich
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SvenLE

Zitat von: MD 612 am Sonntag, 25. Januar 2026, 16:07:06Keine Fußgängerbrücke, sondern ein Tunnel am nördlichen Bahnsteigende des westlichen Bahnsteiges, die Zugänge müssten dort noch auszumachen sein. Von dort gab es mEn. eine Wegeverbindung zur Franz-Flemming-Straße, aber auch noch eine weitere durch die Gärten zur Ludwig-Hupfeld-Straße.

Danke, das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm und es ist vieles aus dem Zugfenster nur kurz zu erahnen.

Baedeker

Zitat von: SvenLE am Sonntag, 25. Januar 2026, 12:56:40Es ist ein beleuchteter öffentlicher Weg, der zur Ludwig-Hupfeld-Str. führt. Er ist auch heute noch vorhanden. Ich kann mich entsinnen, dass es eine Fußgängerbrücke gab, damit man den östlichen Bahnsteig erreichen konnte. Ein Zugang von östlicher Seite ist mir nicht bekannt.

Ok, das kann sein, mir kam das damals trotz allem sehr suspekt vor. Wie schon von MD geschrieben war es ein Tunnel.

ZitatEin Haltepunkt heute würde sich an der Rückmarsdorfer Str. befinden. Den sehe ich aber auch nicht als sinnvoll an, da dieser zu wenige Potential entfalten würde. Einen Busanschluss sehe ich auch in Zukunft nicht gegeben.

Die Treppe zur Rückmarsdorfer Straße gab es damals schon und müsste sogar noch vorhanden sein. Aber ich sehe das genau so wie du.

Zitat von: MD 612 am Sonntag, 25. Januar 2026, 16:07:06Wirklich viel los war an beiden Haltepunkten selbst zu ihren besten Zeiten nie. Von daher ist deren Verlust zu verschmerzen. Heute reden wir allenfalls von einem Bahnsteig an der Strecke nach Chemnitz für die RB113, also eine stündliche Bedienung. Damit lockt man niemanden hinter'm Ofen vor. Zumal man, wenn man wöllte, die RB113 von Geithain kommend am Haltepunkt Werkstättenstraße über die Trasse der einstigen Güterzugverbindung zur Engelsdorfer Einfahrgruppe am Westberg und dort weiter Richtung Stötteritz führen und dort mit der geplanten S6 verbinden könnte. So hätte man mit einer S6 Geithain - Bad Lausick - CTL - Naumburg/Merseburg eine weitere Durchgangslinie durch den Tunnel.
Immerhin haben beide Haltepunkte im Gegensatz zu einem Haltepunkt Volkmarsdorf Halbstundentakte.
Paunsdorf wird ab Dezember 2026 nur noch von der RB113 bedient, da die RB110 Bestandteil der verlängerten S1 wird.

Unter den Voraussetzungen stimmt das natürlich. Ich erinner mich, dass in Leipzig Ost immer ein paar Hanseln standen, mE ähnlich wie an den alten Haltepunkten Sellerhausen und Anger-Crottendorf. Seit 2012 hat sich einiges getan: +100.000 Ew allein in Leipzig, mittlerweile volle Quartiere zu beiden Seiten der Bahn sowie ein veritables S-Bahnnetz. 30'-Takt wäre das Minimum. Dass die Züge der zukünftigen /s1 aus Grimma/Döbeln dann über Stötteritz laufen, hatte ich tatsächlich schon verdrängt. Für Paunsdorf und Sellerhausen durchaus prekär. Vielleicht kommt man irgendwann wieder auf die Idee, die Potentiale dort abzuholen, statt den gesamten Zulauf von Osten über CTL Süd zum Hbf zu führen. Dann könnte man von einem 30'- oder gar 15'-Takt entlang Herrmann-Liebmann-Brücke, Sellerhausen und Paunsdorf träumen, ohne groß neue Infrastruktur bauen oder Leistungen bestellen zu müssen.

SvenLE

Die große Lösung für Paunsdorf hat man sich verbaut. Ich hatte das mal im alten Forum skizziert, dass man die Relationen Anger-Crottendorf <> Borsdorf und Sellerhausen <> Liebertwolkwitz am unteren Bahnsteig an der Chemnitzer Strecke verknüpfen hätte sollen. Dann wäre ein Wechsel an der Bahnsteigkante drin gewesen und ein Übereckanschluss.

Ob jemals jetzt jemand dafür noch mal Geld in die Hand nimmt, wage ich zu bezweifeln. Wir sehen ja schon, wie lange es dauert, die Verknüpfung am Bahnhof Messe hinzubekommen.

Bahninfrastruktur hat in diesem Land einfach keine Priorität - leider.

Grüße
Sven