[TRAM] Netzeinstellung im Sommer 2026

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SvenLE

Das wird dann der Gutachter herausfinden, welcher ja auch Maßnahmen empfiehlt. Zumindest hat man mit den Bussen eine Ursache gefunden.

MD 612

Zitat von: SvenLE am Freitag, 31. Juli 2026, 09:34:14Zumindest hat man mit den Bussen eine Ursache gefunden.
Man vermutet eine mögliche Ursache. Teils logisch, was die besondere Betroffenheit der linken Schiene betrifft. Teils völlig unlogisch, weil stellenweise auch Abschnitte besonders intensiv betroffen waren, die tagsüber (in der Hitze) gar nicht von Bussen befahren werden (u.a. Ranstädter Steinweg, Goerdelerring). Daher würde ich nach wie vor von Stochern im Nebel reden. Und gestern eher von Aktionismus nach dem Motto, "Wir haben etwas getan"...
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

SvenLE

Zitat von: MD 612 am Freitag, 31. Juli 2026, 17:28:32Teils völlig unlogisch, weil stellenweise auch Abschnitte besonders intensiv betroffen waren, die tagsüber (in der Hitze) gar nicht von Bussen befahren werden (u.a. Ranstädter Steinweg, Goerdelerring).

Nein Peter, Physik funktioniert anders. Deine Herdplatte ist ja auch nicht kalt, wenn du sie abschaltest. Die langanhaltende Hitze und zu geringe Abkühlung hat das Bitumen ordentlich aufgeweicht. In den betroffenen Bereichen fahren sehr wohl die Nachtbusse. Das reicht dann schon aus, dass sich hier eine weitere Verformung ergibt.


Zitat von: MD 612 am Freitag, 31. Juli 2026, 17:28:32Daher würde ich nach wie vor von Stochern im Nebel reden. Und gestern eher von Aktionismus nach dem Motto, "Wir haben etwas getan"...

Das ist mit dem Gutachter abgestimmt. Da hat keiner irgendein Aktionismus veranstaltet. Selbst wenn, sorgt es aber wenigstens dafür, dass keine weiteren Beschädigungen eintreten.

Grüße
Sven

MD 612

Zitat von: SvenLE am Samstag, 01. August 2026, 10:19:15Die langanhaltende Hitze und zu geringe Abkühlung hat das Bitumen ordentlich aufgeweicht. In den betroffenen Bereichen fahren sehr wohl die Nachtbusse. Das reicht dann schon aus, dass sich hier eine weitere Verformung ergibt.
Nachts hatte es sich nach den Vortagen vor dem Extrem-Hitze-Tag immer wieder abgekühlt. Das Aufweichen des Bitumens erfolgte erst am Extrem-Hitze-Tag mit mehr als 40°C im Schatten und entsprechend heißeren Temperaturen in der Sonne und auf dem Asphalt. Im Ranstädter Steinweg und auf vielen anderen betroffenen Abschnitten fahren keine Busse auf den Gleisen, auch keine Nachtbusse. Und am Goerdelerring haben nicht die Nachtbusse das Bitumen aus den Fugen gezogen, denn dann wären die Straßenbahnen schon am Morgen und am Vormittag betroffen gewesen, und nicht erst am späten Nachmittag.

Zitat von: SvenLE am Samstag, 01. August 2026, 10:19:15Das ist mit dem Gutachter abgestimmt.
"Ist es sinnvoll, die Busse am nächsten Extrem-Hitze-Tag von den Gleisen zu nehmen" => "Zumindest macht ihr da nichts falsch" ist auch eine Abstimmung. Da die tatsächlichen Ursachen erst mit der Vorlage des Gutachtens feststehen, ist auch das Ding mit den Bussen auf den Gleisen nur eine Vermutung, ein Herunternehmen derselben ein hilfloser Versuch, nichts falsch zu machen.


Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

SvenLE

Zitat von: MD 612 am Samstag, 01. August 2026, 22:27:28Nachts hatte es sich nach den Vortagen vor dem Extrem-Hitze-Tag immer wieder abgekühlt.

Was aber eben nicht ausreichend war. Das ist doch mehrfach so bestätigt worden. Die versiegelten Flächen sind reinste Bratpfannen.


Zitat von: MD 612 am Samstag, 01. August 2026, 22:27:28Das Aufweichen des Bitumens erfolgte erst am Extrem-Hitze-Tag mit mehr als 40°C im Schatten und entsprechend heißeren Temperaturen in der Sonne und auf dem Asphalt.

Da war das Zeug bereits flüssig. Belastet war es bereits die ganze Zeit.


Zitat von: MD 612 am Samstag, 01. August 2026, 22:27:28Im Ranstädter Steinweg und auf vielen anderen betroffenen Abschnitten fahren keine Busse auf den Gleisen, auch keine Nachtbusse.

Im Ranstädter Steinweg musste man das Zeug aus den Rillen kratzen, was durch den Schadensfall vom Goerdelerring kam. Ebenso in der Pfaffendorfer.

Die Schadstellen durch verklebte Schienen und Weichen waren größer als die betroffenen Abschnitte mit heraus gequillten Fugenmasse.

Dort wo die Masse herauskam, fuhren auch Busse über die Gleise.


Zitat von: MD 612 am Samstag, 01. August 2026, 22:27:28Und am Goerdelerring haben nicht die Nachtbusse das Bitumen aus den Fugen gezogen, denn dann wären die Straßenbahnen schon am Morgen und am Vormittag betroffen gewesen, und nicht erst am späten Nachmittag.

Die Nachtbusse verformen durch die Belastung eben den Randbereich der Schienen. Die unterschiedlichen Verformungsgrade von Stahl, Beton und Bitumen muss ich dir hoffentlich nicht erklären?
Bitumen wird außerdem - wieder jeder Stoff! - nicht schlagartig flüssig oder fest. Der Prozess ist stetig. Als es dann heisser wurde, ist es auch den Fugen gequillt.

Zitat von: MD 612 am Samstag, 01. August 2026, 22:27:28"Ist es sinnvoll, die Busse am nächsten Extrem-Hitze-Tag von den Gleisen zu nehmen" => "Zumindest macht ihr da nichts falsch" ist auch eine Abstimmung.

Nennt sich Vorbeugen. Gefahrenabwehr ist immer noch besser als hinterher wieder dumme Kommentare zu lesen.

MD 612

Wozu brauchen die eigentlich einen Gutachter, wo Du doch schon alles abschließend zu den Ursachen sagen kannst?

Nur noch so viel: Am Goerdelerring sind die Busse nur nachts unterwegs, wenn (ich bleibe dabei) Asphalt und Fugen bereits etwas abgekühlt sind. Erst am Nachmittag, nachdem zwölf Stunden lang keine Busse dort entlang gefahren sind, quillt die Fugenmasse tonnenweise heraus und verteilt sich angeblich bis weit in den Ranstädter Steinweg. Da die Busse als Ursache anzunehmen, dazu braucht's aber auch viel Phantasie. Das mag an anderen Stellen zutreffen, wo die Busse den ganzen Tag auf den Gleisen fahren, aber sicher nicht hier. Was wiederum bedeutet, dass die Busse, wenn überhaupt, nur eine der Ursachen sind, aber sicher auch nicht die Hauptursache.
Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Baubiber

Zitat von: SvenLE am Sonntag, 02. August 2026, 09:37:10Im Ranstädter Steinweg musste man das Zeug aus den Rillen kratzen, was durch den Schadensfall vom Goerdelerring kam. Ebenso in der Pfaffendorfer.


Ich weiß zwar nicht, woher du die Information nimmst - aber richtig ist das nicht.
Trotzdem Danke für deine Expertise.